Mönchengladbach: Weniger Rodungen im Diltheypark als geplant

Mönchengladbach: Weniger Rodungen im Diltheypark als geplant

Aufforstungen sind für kommenden Herbst angedacht.

Leichte Entspannung im Konflikt um die Rodung im Diltheypark: Es gab einen Termin vor Ort, an dem unter anderem Stadtförster Werner Stops, Anwohner Axel Schmidt und Vertreter der Grünen teilgenommen haben. "Wir bleiben bei unserer Kritik, dass die Fällungen und Rodungen im Diltheypark nicht nachvollziehbar und hinnehmbar sind. Es hätte in erster Linie pflegerische Maßnahmen zum Erhalt der Bäume durchgeführt werden müssen", sagt der Grünen-Umweltexperte Hajo Siemes. Er sagt nach dem Treffen aber auch: "Es wurde erreicht, dass einige Bäume, vor allem Eichen und Buchen, die noch zur Fällung vorgesehen waren, nun in der Krone behandelt werden und als Biotop-Bäume erhalten bleiben." Diese Bäume sind stehendes Totholz, das zum Beispiel für Insekten und Spechte wichtig ist. Gesprochen wurde außerdem über Aufforstungen in dem betreffenden Gebiet, die für Herbst vorgesehen sind.

Förster Stops habe, so erklärt die Stadttochter Mags, die die Fällaktion durchführte, bei diesem Treffen dargelegt, dass die Rodung notwendig gewesen sei. Ein Großteil der Bäume habe am Eschentriebsterben gelitten, andere an Stammfäule und Pilzbefall. Um die Fläche erschließen und die Arbeiten durchführen zu können, sei eine Gasse notwendig gewesen. "Wir haben nur Bäume gefällt, bei denen Gefahr in Verzug war", sagt Stops. Eine Verletzung des Eigentums des Anwohners liege nicht vor. Die Fällarbeiten sollten früher sein, doch dann habe Sturmtief Friederike den Beginn verzögert. Es habe daraufhin eine Fällgenehmigung bis in den März gegeben. Seit gestern ist der angrenzende Schulweg wieder geöffnet.

(biber)