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Mönchengladbach: Weniger Paare lassen sich scheiden

Mönchengladbach : Weniger Paare lassen sich scheiden

Die Stadt ist eine zweifelhafte Spitzenposition losgeworden: 717 Ehen wurden im vergangenen Jahr in Mönchengladbach geschieden, so wenig wie lange nicht mehr. 2003 (837 Scheidungen), 2006 (823) und 2008 (926) waren noch überdurchschnittliche Höchstwerte verzeichnet worden. Nun liegt die Stadt mit einem Rückgang um 0,6 Prozent (2009 gab es 721 Scheidungen) genau im Landestrend. Positiv für die Vitusstadt ist dabei: Die Zahl der Scheidungen, bei denen minderjährige Kinder betroffen waren, ist gegenüber 2009 deutlich gesunken, von 364 auf 312. Das entspricht einem Rückgang um 14,3 Prozent. Im Land hingegen stieg dieser Wert um 2,2 Prozent an.

Wie das Landesamt für Information und Technik (IT NRW) jetzt mitteilt, wurden NRW-weit im Jahr 2010 insgesamt 45 711 Ehen geschieden. Der bisherige Höchstwert diesbezüglich wurde 2004 erreicht (51 139). Damals trotzte Gladbach dem Landestrend, die Zahl der Scheidungen gegenüber 2003 ging damals deutlich zurück. Die meisten Ehen im Land wurden 2010 nach sechs (2639), fünf (2510) beziehungsweise sieben (2408) Jahren annulliert.

Da dem Gros (85,8 Prozent) aller Scheidungen eine einjährige Trennungsphase vorausging, fand die eigentliche Trennung in den meisten Fällen bereits ein Jahr früher statt. In 53,6 Prozent aller Fälle wurde die Scheidung von der Frau beantragt.

(RP)