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Mönchengladbach: Weniger Busse auf der Hindenburgstraße

Mönchengladbach : Weniger Busse auf der Hindenburgstraße

Dass die Stadtplaner den Bau der Arcaden nutzen wollen, um zumindest einen Teil der täglich rund 700 Busse von der Hindenburgstraße wegzubekommen, wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord deutlich. Da waren trotz vorgerückter Stunde nach 22 Uhr viele Politiker wieder hellwach, als Verkehrsplaner Martin Scheel einen Plan zeigte, in dem zwei neue Bushaltestellen an der Steinmetzstraße, in unmittelbarer Nähe zu einem der Eingänge in die Arcaden vorgesehen sind. Zwar betonte Scheel, die Idee sei noch nicht beschlossen. Es sei auch ganz normal, dass man bei einer Straße nach Umbaumaßnahmen neue Haltestellen zumindest einplane. Die Bedeutung der Skizze ist gleichwohl jedem bewusst.

Denn Mönchengladbach ist wohl die einzige deutsche Großstadt, die so viele Busse mitten durch die Hauptfußgängerzone donnern lässt. Das macht das Pflaster – das fatalerweise gelegt worden war – in kurzen Abständen kaputt und sorgt immer wieder für gefährliche Situationen. Denn wegen der starken Steigung brauchen die Wagen bergab kaum Gas zu geben, weswegen mancher die herannahenden Busse überhört.

Wegen der Arcaden wird die Steinmetzstraße plötzlich zu einem wichtigen Verkehrsweg für die Gladbacher Innenstadt. Da sie praktischerweise in weiten Teilen parallel zur Hindenburgstraße verläuft, wäre es denkbar, zumindest einige Linien dort lang zu schicken. "Darüber wird zu entscheiden sein", sagt Verkehrsplaner Scheel.

Das gilt auch für einige andere Neuerungen, die er der Bezirksvertretung vorstellte. Die Verkehrsplaner wollen die Möglichkeit, links von der Burggrafen- in die Waldnieler Straße abzubiegen, kappen. Dafür fanden sie in der Bezirksvertretung keine Mehrheit. Für Debatten wird wohl auch noch eine weitere Änderung an einer Innenstadt-Kreuzung sorgen. Um eine Abbiegespur von der Sternstraße in die Waldnieler Straße zu schaffen, müssen drei Bäume gefällt werden. Darunter ist auch ein alter Baum. Selbst der Verkehrsplaner musste eingestehen: "Das tut richtig weh." Ob die Grünen, die bei einem ähnlichen Vorhaben an der Hohenzollernstraße ihr Veto einlegten, dies unkommentiert lassen werden, darf stark bezweifelt werden.

(RP)