Mönchengladbach Welche Schule ist die richtige?

Mönchengladbach · In vier Wochen beginnt die Anmeldephase für die weitergehenden Schulen. Doch längst nicht alle Eltern haben sich schon entschieden. Wir geben einen Überblick, was beim Schulwechsel alles beachtet werden sollte.

Tausende Eltern sind im Moment auf der hektischen Suche. Und längst nicht alle haben sich schon entschieden, auf welcher Schule sie in genau vier Wochen ihr Kind anmelden sollen. 27 weiterführende Schulen in vier Schulformen, außerdem die Freie Waldorfschule sowie die Förderschulen gibt es in der Stadt. "Das ist eine Vielfalt, die auch verstörend sein kann", sagt Walter Steinhäuser. Er muss es als Schulamtsdirektor wissen. Eltern haben mittlerweile wieder unbegrenzte Wahlmöglichkeiten, denn die Empfehlung, die die Grundschule für das Kind abgibt, sind in diesem Jahr erstmals nicht mehr bindend. Umso schwerer wird die Wahl. Das sollten Eltern beachten.

Beratung suchen. Als erstes steht die Wahl der richtigen Schulform an: Gymnasium, Gesamtschule, Realschule oder Hauptschule. Welche die beste Schulform für die angehenden Fünftklässler ist, darüber geben die Grundschullehrer noch immer die Empfehlung ab. Eltern können sich bei dort weiter beraten lassen. "Denn die Lehrer können die Leistungsfähigkeit und das Leistungsvermögen am besten beurteilen", sagt Walter Steinhäuser. In dem Gespräch sollte auch deutlich werden, warum die Pädagogen welche Schulform empfehlen. Steinhäuser weiß: "Die meisten Eltern halten sich daran." Falls nicht, sollte der Schritt gut überlegt sein. Wenn ein Schüler zwei Jahre auf dem Gymnasium überhaupt nicht zurecht kommt, braucht es einige Zeit, um ihn auf einer anderen Schule (meistens Hauptschule) wieder aufzubauen.

Welche Erziehung soll's sein? Ist die Schulform klar, kommt der schwierige Teil: Es gibt (noch) neun Hauptschulen, vier Realschulen, neun Gymnasien und fünf Gesamtschulen. Die Hauptschule Stadtmitte wird im kommenden Schuljahr zur sechsten Gesamtschule. Dabei hat jede Ausbildungsstätte ihr eigenes Profil. Schulen mit naturwissenschaftlichem oder sprachlichem Schwerpunkt, mit berufsvorbereitendem Ansatz, mit bilingualem (zweisprachigem) Zweig, mit klassisch-humanistischer Ausbildung (neben Latein noch Alt-Griechisch), mit einem Montessori-Zweig (Gymnasium Geroweiher), und es gibt noch einige konfessionelle Schulen. Außerdem sollte klar sein, ob es Ganztags- oder Halbtagsunterricht sein soll. Und ob das Abitur in zwölf Jahren (Gymnasien) oder in 13 (Gesamtschulen) absolviert werden soll. "Manche Eltern wollen ihrem Kind zum Beispiel mehr Zeit für den gleichen Stoff geben", sagt Steinhäuser.

Wo gibt's das alles? Die Stadt bietet eine umfangreiche Broschüre an, in der jede weiterführende Schule ihr Profil vorstellt. Das bietet erste Ansätze, welche Bildungsstätten in Frage kommen. Praktisch jede Schule pflegt mittlerweile einen eigenen Internetauftritt. Zudem stehen auch noch Tage der offenen Türe an.

Weitere Beratung. Brauchen Eltern darüber hinaus weiteren Rat, gibt es die beim schulpsychologischen Dienst oder der Schullaufbahnberatung der Stadt (siehe Info). Nur: Viel Zeit sollten sich Eltern nicht mehr lassen. Der Anmeldetermin rückt näher.

(RP)