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Mönchengladbach: Weiterhin kein Ort für Portal und Alufant

Mönchengladbach : Weiterhin kein Ort für Portal und Alufant

Die CDU ist sauer, weil keine Entscheidung fällt, wo Stadtkassenportal und Alufant aufgestellt werden. Es gibt auch keine Pläne, wie der Sparkassenvorplatz umgebaut wird. Es werde nur vertagt, so die CDU.

Der Rheydter Pfarrer Olaf Nöller wundert sich. "Vom Stadtkassenportal hört man nichts mehr. Wo wird es denn wieder aufgebaut?", fragte Nöller die RP. Die Antwort ist unbefriedigend. Nichts Genaues weiß man nicht. Wenn es um das von Rheydtern geliebte Sparkassen-Portal geht, gehen viele auf Tauchstation. Bis heute hat die Bauverwaltung keinen neuen Aufstellort nennen können. Es gibt auch keine Entscheidung in der Bezirksvertretung Süd. Schlimmer: Wenn am Mittwoch die Bezirksvertreter zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommen, stehen Portal und der ebenfalls heimatlose Alufant nur indirekt auf der Tagesordnung. Die CDU will dies trotzdem zum Thema machen. "Die Bauverwaltung scheint die Aufstellungsorte für Portal und Alufant aussitzen zu wollen. Es gibt bis heute keine Vorschläge dazu, die zu einer Entscheidung führen können", schimpft der Sprecher der CDU-Bezirksfraktion, Joachim Roeske,

In der Tat ist das Vorgehen der Planer merkwürdig. Zwar eilen die Bauprojekte Tiefgarage und Marktplatz ihrer Fertigstellung entgegen und ist der Marienplatz im neuen Aussehen zu bewundern: Aber der Sparkassenvorplatz mit Verkehrsführung und Parkplätzen scheint nur eine untergeordnete Rolle zu spielen — und das, obwohl die Politik vor einigen Wochen eine zügige Entscheidung anmahnte, damit Fördergeld abgerufen werden kann. Nachdem zunächst reihenweise Parkplätze im Zentrum gestrichen wurden und Anwohner und Citymanagement dagegen protestiert hatten, gab es eine einvernehmliche Lösung. Doch wer erwartet hatte, dass zügig entscheidungsreife Vorlagen vorgelegt werden, sieht sich getäuscht. "Eigentlich können wir das Thema für dieses Jahr abhaken. Wenige Wochen vor Winteranfang wird kaum noch etwas passieren. Wir verschieben und vertagen aus sachfremden Erwägungen. Hier werden keine Entscheidungen mehr getroffen. So kann das nicht weitergehen", sagt Roeske.

Vielleicht liegt die Zurückhaltung der Verwaltung darin begründet, dass sie zumindest das Stadtkassenportal gar nicht mehr aufstellen wollte. Es sollte nach dem Abriss auf dem städtischen Bauhof gelagert werden — vermutlich bis zum Nimmerleinstag. Doch nachdem Bürger vehement dagegen protestiert hatten, es für immer verschwinden zu lassen, knickten Bauverwaltung und Politiker ein — um seitdem alle weiteren Entscheidungen vor sich herzuschieben.

Immerhin gab es zwischendurch Modelle mit grafisch hineinmontiertem Portal bzw. Alufant. Und zwar für unterschiedliche Aufstellungsorte. Zumindest für den Alufant — die Skulptur heißt eigentlich "Figuration" und ist vom Bildhauer Gerhard Wind — scheint es einen festen Ort zu geben: irgendwo im Hugo-Junkers-Park.

(RP)