Mönchengladbach: Wasser und Sand: Nach Herzenslust matschen

Mönchengladbach: Wasser und Sand: Nach Herzenslust matschen

Bunt bemalte Holzhütten zum Basteln und Kochen, eine mit Matten ausgelegte "Catchbude" zum Herumtoben, eine Werkecke und ein Piratenschiff: Der Abenteuerspielplatz Konzenstraße (ASP) hat seinen Namen verdient. Klassiker wie Rutsche und Sandkasten vervollständigen das Gelände.

Am Wochenende wurde mit dem Sand-Matsch-Bereich auch der Wunsch nach einem solchen Areal Wirklichkeit. Denn bisher fehlte noch das Wasser zum perfekten Spiel. Auf einer großen, in zwei Stufen unterteilten Sandfläche mit Wasserpumpen und Mini-Aquädukt, einer Reihe von kleinen Häuschen und Spielgeräten können die Kinder nach Belieben mit dem feuchten Element spielen und experimentieren. Finanziert wurde das Projekt von einigen Stiftungen und der Firma Göris aus Viersen. 5000 Euro kamen von der Fanta-Spielplatzinitiative, die vom Deutschen Kinderhilfswerk und dem TÜV Rheinland unterstützt wird, dazu.

Umsonst gab es das Geld von der Initiative jedoch nicht: 100 Tage lang stimmten die Eltern und Fördervereinsmitglieder fast täglich in einer Online-Abstimmung über die bundesweit besten Spielplätze ab. Das Dauerklicken lohnte sich: Die von den Kindern zur Vereinfachung "ABI" statt ASP genannte Einrichtung erreichte den vierten Platz und gewann damit die 5000 Euro. Im Rahmen der Eröffnung wurde der Scheck mit dem Fördergeld symbolisch überreicht. Dann konnte nach einem halben Jahr Bauzeit auch der Zugang zu dem Bereich endlich geöffnet werden.

Kindheitstraum erfüllt

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Die kleine Adelina (6) hatte die Ehre, das Band, das die Kinder noch von ihrem neuen Terrain trennte, zu durchschneiden. Danach war kein Halten mehr und die Mädchen und Jungen rannten begeistert auf die Sandfläche. Auch Jan Hertzberg (44) vom Kinderhilfswerk wandte zuerst sich an die Nutznießer selbst: "Dieses Gelände erinnert mich an meinen Kindheitstraum. Und deshalb möchte ich euch Kindern einen besonderen Glückwunsch aussprechen: Ihr habt hier wirklich einen tollen Spielplatz." Er war als Repräsentant für die Initiative anwesend und dankte zusammen mit der Leiterin des Spielplatzes, Beate Mergelsberg (60) und Ulrich Baum (64), Leiter der Stadtjugendpflege, allen Helfern und Unterstützern. Dazu zählte Mergelsberg vor allem auch die Kinder selbst.

Schon bei der Planung waren sie beteiligt worden: Einige hatten Bilder gemalt oder mit Bauklötzen und Heißklebepistole Modelle gebastelt, wie sie sich die Fläche vorstellten. Fast alle Ideen wurden beim Bau berücksichtigt. Andere, wie Sandro (11), haben auch beim Bau selbst mit angepackt, zum Beispiel die insgesamt sechs LKW-Ladungen Sand auf das kleine Areal verteilt. Sandro gefällt der neue Sand-Matsch-Bereich besonders gut. Auf einer Skala von eins bis zehn ist der Spielplatz dadurch für ihn gleich um zehn Punkte schöner geworden.

(fraj)
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