Was beim Pflegefall zu beachten ist - Ratgeber-Abend in Mönchengladbach

Alles was Recht ist: Was bei einem Pflegefall zu beachten ist

In der Ratgeberreihe „Alles was Recht ist“ der Rheinischen Post im Landgericht geht es diesmal um Themen wie Pflegegrade, Unterhaltspflicht, Pflegezeiten und Betreuung.

Die Deutschen werden immer älter. Was eine gute Nachricht ist. Der demografische Wandel bringt aber auch mit sich, dass die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen – und jedes Jahr werden es mehr. Für Betroffene und deren Angehörige stellen sich viele Fragen, sie müssen innerhalb kurzer Zeit wichtige Weichen stellen. Das betrifft auch rechtliche Aspekte. Deshalb laden die Rheinische Post, das Landgericht und der Anwaltverein in der gemeinsamen Reihe „Alles was Recht ist“ für Dienstag, 29. Januar, um 19 Uhr zu einem Ratgeberabend mit dem Titel „Pflegefall – was ist zu tun?“ in den Schwurgerichtssaal.

Zum Auftakt gibt Alisia Gianna Liebeton, Rechtsanwältin aus Hückelhoven mit dem Schwerpunkt Sozialrecht und Familienrecht, einen Überblick. Sie erklärt, was der Begriff der Pflegebedürftigkeit behinhaltet, wie Pflegegrade bestimmt werden und was die entsprechenden Leistungen sind. Aber auch das Antragsverfahren sowie Kosten und Unterhaltspflichten bei vollstationärer Pflege behandelt Liebeton.

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Anschließend beleuchten zwei Richterinnen das Thema. Bei Judith Sträter, Richterin am Arbeitsgericht Mönchengladbach, stehen Pflegezeit, Familienpflegezeit und Beschäftigung im Haushalt im Zentrum – und zwar ausgehend von dem Ansatz, was zu tun ist, wenn der Pflegefall eintritt. Der Fall wird zum einen aus Sicht eines Arbeitnehmers beschrieben und schildert, welche Rechte ein pflegender Angehöriger gegenüber seinem Arbeitgeber hat und welche Möglichkeiten es für Pflegezeiten gibt. Sträter schildert aber auch, was zu tun ist, wenn zur Unterstützung der Pflege eine Haushaltshilfe oder Pflegekraft privat beschäftigt werden soll und welche Pflichten daraus entstehen. Marita Bürger, als Richterin am Amtsgericht in Rheydt zuständig für das Familien- und Betreuungsrecht, wird die Voraussetzungen und den Ablauf des Verfahrens bei der Betreuerbestellung darstellen. Dabei geht es zum Beispiel um die Anhörung des Betroffenen, die Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens und die Auswahl des Betreuers.

Da das Interesse an diesem Thema erfahrungsgemäß sehr groß und die Zahl der Plätze begrenzt ist, müssen sich Leser bei der Rheinischen Post um die Teilnahme bewerben (s. Info-Kasten), sie ist nur mit Bestätigung möglich. Das Thema Pflege wird in der Reihe immer wieder angeboten.

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