Mönchengladbach: Warum es heute kaum noch Überschwemmungen gibt

Mönchengladbach: Warum es heute kaum noch Überschwemmungen gibt

Der Pegel der Niers ist in der vergangenen Woche deutlich angestiegen. Im Laufe des Mittwochs erreichte der Pegel Bettrather Dyck einen Stand von rund 1,15 Meter, was deutlich über Mittelwasserstand liegt. Ab 1,55 Meter gilt für die Niers an der Stelle mittleres Hochwasser. Inzwischen allerdings ist der Pegel bereits wieder auf 65 Zentimeter und damit knapp unter Mittelwasserstand gefallen. "Wir befinden uns im Oberlauf der Niers. Hier ist das Einzugsgebiet noch nicht so groß, es kommt also kein Wasser aus Zuflüssen an. Von daher gehen die Pegelstände nach dem Ende der Niederschläge relativ schnell zurück", erklärt Margit Heinz, Sprecherin des Niersverbandes.

Die Niers wurde im vergangenen Jahrhundert so ausgebaut, dass sie selten bis gar nicht über die Ufer tritt. In Mönchengladbach kommt es eher dann zu Hochwasser in Straßen, wenn bei hohen Regenmengen in kurzer Zeit auf versiegelten Flächen das Wasser über Kanäle abfließen muss. Die Regenwasserkanäle der NEW münden in den Bungtbach, der wiederum die Wassermengen auch aufnehmen muss. Dafür hat die NEW den Bungtbach von 2010 an in drei Bauabschnitten fünf Millionen Euro investiert, um den Bungtbach zu renaturieren. Dies ist neben den Hochwasserrückhaltebecken des Niersverbandes der wichtigste Hochwasserschutz in der Stadt. Der Bungtbach ist jetzt dafür gemacht, über die Ufer zu treten und Hochwasser aufzunehmen. Dies war nach Auskunft der NEW in der vergangenen Woche aber auch nicht der Fall.

(angr)