Waldspaziergang in Mönchengladbach: Haus Horst als ein Ort zum Träumen

Vom Rittergut zur Klinik : So schön ist ein Waldspaziergang rund um das Haus Horst in Mönchengladbach

Einst schrieben dort Ritter Urkunden an den Kölner Erzbischof. Heute beherbergt der einstige Rittersitz eine Klinik, die sich auf die Behandlung von psychischen Störungen spezialisiert hat. Rund um das Haus locken malerische Spazierwege.

Die erste Erwähnung von Haus Horst datiert vom 15. Januar 1338, festgehalten auf einer Urkunde des Ritters Hermann von Horst an den Kölner Erzbischof. Der hatte damals in der Region das Sagen. Im Laufe der Zeit waren mehrere adlige Herren Eigentümer des Ritterguts, bis es Anfang des 19. Jahrhunderts in bürgerlichen Besitz kam und schließlich eine Klinik wurde.

Noch immer ist Haus Horst wasserumwehrt. Doch ohne Ersatzwasser von den Sümpfungsmaßnahmen des Braunkohlentagebaus wäre der Graben längst trocken gefallen. Der Graben ist der Rest einer Befestigungsanlage, die das Haus Horst einst umgaben. In der Umgebung des ehemaligen Rittergutes liegen Äcker, parkähnliche Waldgebiete und Weideflächen. Auf der einen Seite geht der Blick nach Giesenkirchen, auf der anderen Seite nach Liedberg und seinem Schloss. Das Haus Horst liegt ganz nah an der Stadtgrenze zum Rhein-Kreis Neuss. Früher gab es direkt am Rittergut auch eine Kapelle. Sie wird jetzt von der Klinikverwaltung genutzt.

Direkt neben dem Haus Horst darf Obst noch auf einer Wiese reifen. Diese Obstwiesen gab es früher überall am Niederrhein. Die Umgebung des Hauses Horst ist bei Wanderern und Spaziergängern sehr beliebt.

In einer früheren Version haben wir die Klinik als „Schlafklinik“ bezeichnet. Das ist nicht ganz richtig: Zwar werden dort auch Schlafstörungen behandelt, aber nur, wenn sie Folge einer psychischen Erkrankung sind. Wir haben das im Text geändert.

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