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Wahlserie Mönchengladbach: Vorbildlich: So putzt sich Heidelberg heraus

Wahlserie Mönchengladbach : Vorbildlich: So putzt sich Heidelberg heraus

Im ersten Teil der RP-Wahlserie in Mönchengladbach geht es um Sauberkeit und Ordnung. Wir zeigen, woran sich die Stadt ein Beispiel nehmen kann.

Heidelberg ist ein Aushängeschild – für ganz Deutschland. Unter Reisenden aus den USA und Fernost gilt die malerisch am Neckar gelegene Stadt als Top-Destination. Sie gerade angesichts dieser Massen an Touristen in Schuss zu halten, ist eine Herkulesaufgabe, die die Verwaltung gemeinsam mit den Bürgern schultert. "Sauber ist es nur, wenn alle dazu beitragen" lauter das Motto. Fast fünf Millionen Euro investierte die Verwaltung alleine 2012, um die Stadt sauber zu halten.

Da gibt es etliche Maßnahmen, die auch in Mönchengladbach bereits bekannt sind: ein jährlicher Frühjahrsputz und Stationen mit Tüten für Hundekot etwa. Dazu gibt es regelmäßige Stadtteilbegehungen des Amts für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mit den Bürgern in den Quartieren, bei denen Schmuddelecken identifiziert und dann zügig gesäubert werden. Ein Zwei-Mann-Reinigungsteam beseitigt schnell und kostengünstig Graffiti.

Kommunale App für Beschwerden

Über eine kommunale App besteht ein direkter Draht zum Ideen- und Beschwerdemanagement. Wer etwa Glassplitter auf Radwegen sieht, kann zudem eine spezielle Scherben-Hotline anrufen. Schrottfahrräder werden in regelmäßigem Turnus eingesammelt. Und: Die Bürger-Pflicht zum Kehren vor der eigenen Haustüre, Stichwort "Kehrwoche", wird weitaus deutlicher betont als in Mönchengladbach.

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Weil Heidelberg auch seine Grünflächen gut pflegt, sich für den Naturschutz engagiert, auf eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und eine "motivierende Bürgerbeteiligung" setzt, wurde es 2007 von der Deutschen Umwelthilfe zur Bundeshauptstadt im Naturschutz gekürt.

(RP)