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Unsere Besten in Mönchengladbach: Vom Bundestrainer bis zum Kunststifter

Unsere Besten in Mönchengladbach : Vom Bundestrainer bis zum Kunststifter

In dieser Folge stellen wir Ihnen Nothelfer, einen Bundestrainer, den Vater der Blinden, einen Rekordtorschützen, einen Kunststifter, einen Enagierten, einen Münsterbauer und einen Wirbelwind vor.

Die RP-Redaktion sucht Gladbachs Beste — mit Ihrer Hilfe. Wir stellen 50 Frauen und Männer vor, die Großes geleistet haben. Doch wer ist die/der Größte? Sie dürfen wählen und können als Hauptpreis eine Kreuzfahrt gewinnen. Hier sind die letzten acht Kandidaten. Alle 50 stellen wir Ihnen noch einmal mit Foto auf einer Seite vor.

 Gülistan Yüksel.
Gülistan Yüksel. Foto: Kolvenbach

Die Nothelfer (43) Hilde (1908-1994) und Josef (1903-1983) Wilberz verfolgten ein gemeinsames Lebensziel: Menschen und Tieren, die in Not geraten waren, beizustehen. Weil das Mönchengladbacher Unternehmerpaar seinen materiellen Wohlstand mit anderen teilen wollte, gründete es 1979 die gemeinnützige Wilberz-Stiftung. Seit der Gründung hat die Stiftung im Raum Mönchengladbach Organisationen und in Not geratene Menschen mit mehr als sechs Millionen Euro unterstützt.

 Jupp Heynckes.
Jupp Heynckes. Foto: dapd

Der Bundestrainer (44) Berti Vogts (geb. am 30. Dezember 1946) bestritt für die Borussia 419 Bundesligaspiele. Doch nicht nur als Mitglied der Fohlen-Elf machte sich der gelernte Werkzeugmacher einen Namen. 1974 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister, von 1990 bis 1998 trainierte er das Nationalteam und gewann 1996 in England die Europameisterschaft. Von 2007 bis 2010 gehörte er dem Kirchenvorstand seiner Heimatgemeinde in Kleinenbroich an.

 Hilde und Josef Wilberz.
Hilde und Josef Wilberz. Foto: KN
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Der Vater der Blinden (45) Er war "Vater der Blinden, Niemandskinder und Taubstummen". So steht es auf dem Grabstein des evangelischen Pfarrers Ernst Jakob Christoffel. Der am 4. September 1876 in Rheydt geborene Klempnerssohn gründete die Christoffel-Blindenmission. Sie setzt sich heute in rund 90 Ländern dafür ein, dass sich die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung verbessert. In 800 Projekten werden pro Jahr rund 25 Millionen Menschen untersucht, behandelt oder gefördert.

 Ernst Jakob Christoffel.
Ernst Jakob Christoffel. Foto: dapd

Der Rekordtorschütze (46) Jupp Heynckes (geb. 9. Mai 1945 in Mönchengladbach) holte als Stürmer mit Borussia Mönchengladbach vier Deutsche Meisterschaften, wurde 1973 DFB-Pokalsieger und 1975 UEFA-Pokalsieger. Mit 195 Treffern ist er immer noch Rekordtorschütze der Borussia, die er von 1979 bis 1987 und 2006 bis 2007 trainierte. Den größten Erfolg als Trainer erreichte er mit Real Madrid, als er 1998 die Champions League gewann.

 Dr. Heinz Oberlack.
Dr. Heinz Oberlack. Foto: Wiechmann

Der Kunststifter (47) Der Kunsthistoriker Walter Kaesbach (geb. am 18. Januar 1879 in Mönchengladbach) gilt als bedeutender Förderer des Expressionismus. 1922 stiftete Kaesbach einen Teil seiner Sammlung expressionistischer Kunstwerke an das Städtische Museum in seiner Geburtsstadt. Dadurch wurde das Museum Heimat einer der bedeutendsten Sammlungen expressionistischer Kunst im Deutschland der Weimarer Republik. Er starb am 1. Juli 1961 in Konstanz.

 Berti Vogts.
Berti Vogts. Foto: AFP

Die Engagierte (48) Integration, interreligiöser Austausch und Dialog der Kulturen — dafür steht Gülistan Yüksel. Seit 2004 ist die 49-Jährige, deren Familie vor rund 40 Jahren vom türkischen Adana nach Deutschland zog, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt. Ehrenamtlich engagiert sich für in Mönchengladbach lebende Migranten, sitzt für die SPD im Stadtrat und ist Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen NRW. 2007 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Der Münsterbauer (49) Rheinische Lebenslust, gepaart mit Sinn für Sparsamkeit und hoher Fachkompetenz: Das macht Dr. Heinz Oberlack aus. 22 Jahre lang war der Rommerskirchener Mönchengladbachs Stadtkämmerer, acht Jahre lang Chef der ehemaligen Stadtwerke (heute NVV), dazu zeitweilig Chef des Gladbacher Flughafens. 1995 übernahm er eine neue Aufgabe: Er wurde Vorsitzender des Münsterbauvereins und kümmerte sich um die Sanierung des Münsters. Jetzt sucht der 82-Jährige einen Nachfolger.

Der Wirbelwind (50) Marco Reus ist zwar erst 22 Jahre alt, doch bei Borussia gilt er bereits als absoluter Star. Ohne ihn lahmt der Angriff, er ist schnell, technisch hochbegabt und torgefährlich. Allerspätestens mit seinem Ausgleichstreffer in der Relegation in Bochum, der Borussia den Klassenverbleib sicherte, hat sich Reus in Mönchengladbach unsterblich gemacht. Und weil er so an Stadt und Borussia hängt, sind weitere Kapitel der Erfolgsgeschichte nicht ausgeschlossen.

(naf)