Volksverein Mönchengladbach verabschiedet Geschäftsführer Hermann-Josef Kronen

Hermann-Josef Kronen in Ruhestand : Volksverein: Abschied vom „Baumeister der Stadt für alle“

Mehr als 35 Jahre arbeitete Hermann-Josef Kronen für den Volksverein Mönchengladbach, war Kämpfer für die Langzeitarbeitslosen. Jetzt tritt er in den Ruhestand. Vor rund 100 geladenen Gästen wurde sein Abschied gefeiert.

(dr) Manchmal können Zahlen ausdrücken, was schwer zu beschreiben ist: Mehr als 3,74 Millionen Stunden hat Hermann-Josef Kronen für den Volksverein Mönchengladbach gearbeitet, was 35 Jahren und vier Monaten entspricht, wie sein Geschäftsführer-Kollege Wilfried Reiners den rund 100 geladenen Gästen in der Volksvereins-Zentrale in Geistenbeck vorrechnet. 9,7 Millionen Euro habe er mit Edmund Erlemann und anderen Mitstreitern eingesammelt, „die hier in die Arbeit geflossen sind“, sagt Kronen selbst. Zwischen beiden Zitaten liegen fast zwei Stunden, die gefüllt sind mit Worten der Anerkennung und des Dankes für Kronens unermüdliches Engagement, um Langzeitarbeitslose wieder in ein normales Leben, im besten Fall in die Wiederbeschäftigung zu bringen. Alles im Geist der katholischen Soziallehre. Am 1. Juni tritt Kronen in den Ruhestand.

Dankesworte sprechen Johannes Eschweiler vom Förderverein, Ulrike Wellens (Regionalteam der kath. Region MG), Prof. Gerd Sadowski (TH Köln), Peter Blätter (Probst St. Vitus) sowie viele Mitarbeiter. Die Laudatio hält Karl Sasserath, nicht als Fraktionschef der Grünen, sondern als Leiter des Arbeitslosenzentrums, also Mitstreiter und Verbündeter von Kronen. Sasserath erinnert an die Anfänge in den 1980er Jahren, als die Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach auf Rekordhoch war, lobt Kronens Qualitäten als Netzwerker, Stratege, Kampagnenführer und vor allem Fundraiser. Kronen sei „der Baumeister der Stadt für alle“, habe sich stets eingesetzt für „die Kleinen am Rand und hat sie groß gemacht“.

Damit Kronen im Ruhestand wirklich Ruhe findet haben ihm die Mitarbeiter in der vereinseigenen Werkstatt eine Ruhebank aus Holz gebaut. Sein Nachfolger wird Matthias Merbecks.

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