Volkstrauertag in Mönchengladbach: "Ein zeitloses Erbe"

Gedenkveranstaltung in Mönchengladbach : Volkstrauertag: Ein zeitloses Erbe

Für Sofia Breimaer und Isabell Pfafenrot vom „Hugo“ ist der Gedenktag auch heute noch wichtig.

Am Volkstrauertag gedenken die Deutschen der Opfer der beiden Weltkriege, des Nationalsozialismus und der Opfer von Rassismus. Die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt fand auf dem Ehrenfriedhof im Schmölderpark statt. Dort sprachen der ehemalige Militärpfarrer Paul Hauser aus Grefrath, Oberstleutnant Robert Sistig, Standortältester Mönchengladbach, und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Gedanken zum Volkstrauertag aus Sicht der Jugend hatten sich Sofia Breimaer und Isabell Pfafenrot, Schülerinnen des Hugo-Junkers-Gymnasiums, gemeinsam mit Björn Hartnauer, ihrem Geschichtslehrer, gemacht.

Sie stellten sich die Fragen: „Wissen junge Menschen etwa nichts mit diesem Tag anzufangen? Ist ein solcher Tag heute noch von Bedeutung?“ Ihre Antwort: „Wir sagen, dass dieser Tag wichtig ist, denn wir reden nicht über Zahlen sondern über Schicksale.“ die beiden Schülerinnen erinnerten daran, dass es viele Familien gibt, die aus persönlichen Gründen an diesem Tag trauern, weil sie Angehörige haben, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden.

Mit einem Blick in die heutige Zeit sagen sie: „Es gibt wieder Menschen, die Angst haben, auf die Straße zu gehen und zu zeigen, wer sie wirklich sind. Warum lassen wir es zu, Hass und Diskriminierung eine Plattform und Zustimmung zu geben?“

„Der Volkstrauertag“, so Isabell Pfafenrot und Sofia Breimaer, „sollte Anlass sein, über Vergangenes nachzudenken und öffnet gleichzeitig den Blick für die Gegenwart und Zukunft. Er ist ein zeitloses Erbe, auch für zukünftige Generationen. Trauern heißt erinnern. Und erinnern bedeutet lernen.“ Ihr Appell: „Wir hoffen, dass Sie unserer Generation helfen können, eine tolerante und multikulturelle Gesellschaft mit Akzeptanz aufzubauen und den Frieden endlich zu schaffen. Denn ein Opfer von Hass und Diskriminierung ist ein Opfer zu viel.“

Gedanken, die auch Oberbürgermeister Reiners aussprach: „Wir trauern um die Opfer der Kriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung und um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die ihr Leben verloren. Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“