Mönchengladbach: Viel Lob für den neuen Plan zum Martin-Luther-Platz in Odenkirchen

Mönchengladbach: Viel Lob für den neuen Plan zum Martin-Luther-Platz in Odenkirchen

Die Odenkirchener bekommen einen veränderten Martin-Luther-Platz. Gestern Abend stimmte die Bezirksvertretung Süd für die Entwürfe, die Stadtplaner Taco de Marie entwickelt hat. Und da er dies in Workshops und Versammlungen mit Bürgern, Kirchenvertretern, Marktbeschickern und Anliegern gemacht hat, gehen die Bezirkspolitiker davon aus, dass die Odenkirchener sie gutheißen werden. "Das ist das, was die Bürger erarbeitet haben", sagte Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber. Auch von anderen Bezirksvertretern gab es viel Lob dafür. Der Entwurf stellt das wieder her, was der Platz ursprünglich auch war: Mit der Kirche soll er künftig wieder ein Ensemble bilden. "In seinem jetzigen Zustand bildet er eher ein Ensemble mit der Straße. Die historische Achse zur Kirche ist verloren gegangen", sagt de Marie.

Stolperfallen, eine schlechte Beleuchtung, zur Straße hin angeordnete Bänke, zwölf Meter hohe Lichtmasten und eine Martin-Luther-Kirche, die von einem üppigen Grünbewuchs nahezu verdeckt ist: Alles das soll verschwinden. Das gelingt nur, wenn zum Beispiel auch Bäume gefällt werden. Eine wuchtige Gruppe von Eiben, die teilweise krank sind, soll entfernt werden, weil sie den Blick auf einer der ältesten evangelischen Kirchenbauten (1755/56) im Stadtgebiet versperrt. Und auch die Bänke, die jetzt zur Burgfreiheit ausgerichtet sind, werden beseitigt. Stattdessen werden neue aufgestellt, die die Kirche in Blickrichtung nehmen. Stadtplaner Taco de Marie: "Künftig sitzen die Menschen in der Sonne und blicken über den Platz und auf die schöne Kirche - und nicht auf Autos."

In seinem jetzigen Zustand sorgt der Martin-Luther-Platz bei de Marie eher für Verwunderung. "Ich weiß nicht, warum man zwölf Meter hohe Lampen aufgestellt hat, die eigentlich auf einen Fußballplatz, aber nicht auf einen öffentlichen Platz gehören. Und ich frage mich, warum die Hecken unterschiedlich hoch geschnitten und Baumscheiben schlecht gepflegt sind." Nicht nur die Aufenthaltsqualität soll verbessert werden. Auch die Marktbeschicker bekommen andere Zugänge zu den Elektroanschlüssen, so dass nicht mehr Kabel über den Platz gezogen werden müssen. 150.000 Euro hat die Stadt einkalkuliert. Dafür sollen unter anderem Sitzelemente mit integrierten Bauminseln aufgestellt werden. Es gibt eine LED-Beleuchtung wie auf dem Rheydter Marktplatz, andere Abfallbehälter, Fahrradbügel und neue mehrstämmige Sträucher, die bis zu vier Meter hoch werden können. Und am Ende wird die Kirche noch angestrahlt - damit auch im Dunkeln eine anheimelnde und einladende Atmosphäre entsteht.

(biber)