Mönchengladbach: Versteckte Schätze auf dem Maria-Hilf-Gelände

Mönchengladbach : Versteckte Schätze auf dem Maria-Hilf-Gelände

Mehr als vier Hektar groß ist das Areal, das renommierte Stadtplaner neu gestalten werden. Mehrere Kostbarkeiten bleiben erhalten.

Ende November richten renommierte Stadtplaner im Haus Zoar ihre Werkstätten ein. Ihr Auftrag: Eine Woche lang entwickeln sie Ideen, wie das Maria-Hilf-Gelände mitsamt des angrenzenden Umfelds verändert werden kann. Stadthäuser, attraktive Wohnungen, Kindergarten, Senioren-Residenz - alles das ist möglich. Das Areal zwischen Barbarossastraße, Staufenstraße, Sandradstraße und Aachener Straße einschließlich des Grundstücks der Katholischen Hauptschule Stadtmitte ist mit 4,4 Hektar groß genug, um Planungsträume wahr werden zu lassen. Bevor vermutlich ab 2019 neu gebaut wird, wird abgerissen. Doch auf dem Gelände gibt es einige Kostbarkeiten. Zum Glück herrscht heute vielfach eine Planungskultur vor, die Altes erhalten will.

Auch das ist heute eine Kostbarkeit - ein Flur mit wunderschönem alten Dekor. Foto: Stadt MG/Urbanczyk

Dies trifft zu auf das eigentliche Krankenhaus-Kerngebäude an der Sandradstraße, das unter Denkmalschutz steht und in dem heute Praxen und Labors sind. Dies gilt ebenso für die Kapelle, die untrennbar mit den Schwestern der Kongregation "Franziskanerinnen von der Buße und christlichen Liebe" in Verbindung steht. Die Schwestern kamen 1854 aus Heydthuysen (bei Roermond) nach "München Gladbach", übernahmen erst ein katholisches Waisenhaus, konzentrierten sich dann aber immer mehr auf die Krankenpflege und gründeten 1860 die Kliniken Maria Hilf. Heute wohnt zwar keine Schwester mehr an der Sandradstraße (sieben sind noch im Franziskushaus tätig), die Kapelle wird aber von der Klinikseelsorge und der Gemeinschaft Saint Egidio für Gottesdienste genutzt. Die Kapelle ist tagsüber geöffnet und allgemein zugänglich.

Andere versteckte Schönheiten auf dem Maria-Hilf-Gelände: eine alte Holztür, das Innere der Kapelle und eine Station des Kreuzwegs, geschaffen von der Franziskanerin Schwester Elma König. Die Kapelle wird heute vor allem von der Krankenhausseelsorge und der Gemeinschaft Saint Egidio genutzt. Foto: Stadt MG/Urbanczyk

Wer über das Krankenhausgelände fernab der Gebäuden spaziert, sieht noch einige andere Schönheiten. Etwa den Schwesternfriedhof, auf dem bis in den 1970er Jahren die im Krankenhaus tätig gewesenden Franziskanerinnen beerdigt wurden. Oder die Stationen des Kreuzwegs, die von Schwester Elma König geschaffen wurden. Oder die Baumallee - dies alles bleibt..

Foto: Ilgner Detlef
(biber)
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