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Zwei Fälle in Mönchengladbach und Geldern: Verletzte durch Feuer in Gas-Autos: Ursache unklar

Zwei Fälle in Mönchengladbach und Geldern : Verletzte durch Feuer in Gas-Autos: Ursache unklar

Eine 31-jährige Rheydterin ist am Montag schwer verletzt worden, nachdem sie ihren Wagen mit Gas betankt hatte und im Fahrzeuginneren ein Feuer ausbrach. Zeugen löschten den Brand. Zu einem ähnlichen Vorfall kam es in Geldern.

Montagmorgen gegen 7.25 Uhr an einer Tankstelle an der Lürriper Straße: Eine 31-jährige Frau aus Rheydt betankt ihren Wagen. Als sie wieder in ihrem Auto sitzt und losfahren will, kommt es plötzlich zu einer Verpuffung. Das Fahrzeug-Innere gerät in Brand. Zwei Zeugen, ein Lkw-Fahrer und der Tankstellen-Betreiber, reagieren schnell. Sie greifen zu Feuerlöschern und ersticken den Brand. Die Frau wird noch vor Ort notärztlich versorgt, anschließend mit Verbrennungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

In Geldern im Kreis Kleve geschieht ein ähnlicher Fall: Gegen 0.20 Uhr fängt der Opel Omega eines 30-Jährigen während der Fahrt Feuer. Auch dieser Wagen ist mit einer Gas-Anlage ausgestattet. Durch die Rauchentwicklung verliert der Fahrer die Orientierung, kommt von der Fahrbahn ab und prallt gegen einen Baum. Er kann sich selbst aus dem brennenden Auto befreien. Die Feuerwehr löscht die Flammen. Beim Transport des Autos durch den Abschleppdienst gerät das Auto erneut in Brand.

Brandursache unklar

In beiden Fällen ist noch nicht geklärt, wie das Feuer entstehen konnte. Der Wagen der Rheydterin wurde zur technischen Untersuchung sichergestellt. Das Amt für Arbeitsschutz und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

Sind gasbetriebene Autos doch gefährlicher als bisher immer angenommen? Kraftfahrzeugexperte Hans-Ulrich Sander: "Nein. Ich bin jetzt 32 Jahre beim Tüv Rheinland. Vor Jahren gab es einen Fall, dass ein Auto mit Gas-Anlage ausbrannte. Das jetzt sind die Fälle zwei und drei, die mir bekannt werden." Dass Autos mit Gas-Anlage Feuer fangen sei äußerst selten.

Der Tank liege im Kofferraum und keine Leitung, durch die Gas fließt, führe durch den Passagierraum. Bei Anlagen, die von Fachleuten eingebaut wurden, könne es eigentlich gar nicht sein, dass zündfähiges Gemisch in das Fahrzeuginnere gelange. Sander warnt davor, Gasanlagen selbst einzubauen. Der Tüv-Sachverständige: "Es gibt speziell zertifizierte Betriebe. Die Innungen haben entsprechende Listen."

Für Hans-Ulrich Sander sind die beiden aktuellen Autobrände kein Grund zur Furcht vor gasbetriebenen Wagen. "Auch Benziner oder Diesel geraten schon mal in Brand. Da denkt auch keiner über eine besondere Gefahr nach."

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