Vater von Pierre Vogel gehört zu den Hells Angels

Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt: Vater von Pierre Vogel gehört zu "Hells Angels"

Die Staatsanwaltschaft in Koblenz ermittelt gegen den Vater von Salafisten-Prediger Pierre Vogel. Der 63-Jährige ist Mitglied der Hells Angels und hat sich im Sommer in Mönchengladbach öffentlich in der Rockerkutte gezeigt. Im April wurde seine Wohnung in Bergheim durchsucht.

Wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen unserer Redaktion bestätigte, ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz wegen des Vorwurfs der "Bildung einer kriminellen Vereinigung". Der 63-Jährige soll vor zwei Jahren zudem an einer Körperverletzung, an der Vorbereitung einer räuberischen Erpressung sowie der Nötigung eines Mitglieds der "Outlaws Ahrweiler" beteiligt gewesen sein. Außerdem soll er unerlaubt eine Schusswaffe besessen und unerlaubt verkauft haben. So lauten die Vorwürfe des Staatsanwalts.

Bei einer Razzia im April dieses Jahres, bei der insgesamt 650 Polizisten 36 Objekte in Rheinland-Pfalz und im Süden NRWs durchsucht haben, war auch die Wohnung von Pierre Vogels Vater in Bergheim unter die Lupe genommen worden. Was dabei gefunden wurde, hat die Polizei bisher noch nicht bekannt gegeben. Auf der Facebookseite des islamistischen Predigers Vogel ist seit Montag zu lesen: "Es wurde heute mehrmals die Frage gestellt, ob es stimmt, dass der Vater von Pierre Vogel bei den Hells Angels ist. Die Antwort ist: Ja! Und jetzt?????"

  • Porträt : Das ist der Salafist Pierre Vogel

Pierre Vogel wird von der Polizei genau beobachtet. Er wuchs ebenfalls in Bergheim auf und gilt als einer der bekanntesten Salafisten-Prediger in Deutschland. Mehr zur Person Pierre Vogel lesen Sie hier.

Im Kampf gegen den islamistischen Extremismus hat das NRW-Innenministerium am Montag in Dortmund eine weitere Beratungsstelle eingerichtet. Sie soll helfen, junge Menschen vom Abgleiten in den gewaltbereiten Salafismus abzuhalten. Das "Wegweiser"-Programm richtet sich vor allem an Angehörige, Freunde und Lehrer. Anlaufstellen gibt es bereits in den Städten Düsseldorf, Bochum, Bonn und Wuppertal. Pro Woche suchen dort laut Ministerium rund 50 Menschen Hilfe.

(gap/met)
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