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Mönchengladbach: Uneinigkeit über Rauchverbot

Mönchengladbach : Uneinigkeit über Rauchverbot

Die Gastronomen in Mönchengladbach sehen der Ankündigung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) mit gemischten Gefühlen entgegen. Das ergab eine Umfrage der Rheinischen Post.

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p class="text">Steffens hatte in der vergangenen Woche im RP-Interview angekündigt, das Rauchverbot in NRW insbesondere in Eisdielen, Bäckereien und Einkaufszentren zu verschärfen, sogenannte "Raucherclubs" zu verbieten und somit Ausnahmen zum generellen Rauchverbot zu verhindern.

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p class="text">"Seit Einführung des Rauchverbots 2008 darf man bei uns sowieso nicht mehr rauchen. Raucher gehen auf die Terrasse. Eine Verschärfung wäre für uns kein Problem", sagt Antonio Flotta vom Eiscafé Sagui. So sieht es auch Rudy de Marc vom gleichnamigen Eiscafé: "Nichtrauchen ist sowieso besser, auch im Hinblick auf die Kinder", so der Eisdielenbesitzer.

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p class="text">Günter Gartz, Franchisenehmer der Kamps-Filiale im Vitus-Center, freut sich hingegen, dass er noch einen abgetrennten Raucherbereich in seiner Bäckerei betreiben darf: "Der Bereich wird gut genutzt, da ist in der Regel mehr los als bei den Nichtrauchern", so Gartz.

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p class="text">Hans-Jürgen Kleewald, Geschäftsführer der Shoppinggalerie Rheydt, bedenkt ebenfalls die wirtschaftlichen Folgen einer geplanten Verschärfung des Rauchverbots: "Ich beobachte das alles mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Bei uns im Einkaufszentrum darf sowieso nicht mehr geraucht werden. Ich kann aber die Gastronomen verstehen, die wirtschaftliche Einbußen durch das Rauchverbot befürchten, obwohl ich eigentlich Nichtraucher bin."

Für Andreas Graf, Vorsitzender des Kreisverbandes Mönchengladbach des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), sind die geplanten Verschärfungen überflüssig. "Es gibt sowieso kaum noch Eisdielen, Bäckereien oder Einkaufszentren, in denen noch geraucht wird. Die Diskussion ist meiner Meinung nach nur Mittel, um von wichtigeren Themen abzulenken."

(RP)