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Mönchengladbach: Und bald wird in Rheydt auch gespielt

Mönchengladbach : Und bald wird in Rheydt auch gespielt

Strohhalme zum Balancieren, Bücherstapel zum Klettern, Schiffstelefone zum Unterhalten – in der Rheydter City entstehen fünf Spielzonen. Kinder haben die Spielelemente vorgeschlagen. Das alles kostet rund 400 000 Euro.

Strohhalme zum Balancieren, Bücherstapel zum Klettern, Schiffstelefone zum Unterhalten — in der Rheydter City entstehen fünf Spielzonen. Kinder haben die Spielelemente vorgeschlagen. Das alles kostet rund 400 000 Euro.

Ein saniertes Pahlkebad, ein neu gestalteter Hugo-Junkers-Park, ein Marienplatz in einem veränderten Gewand, der Marktplatz bald fertig, dann folgen noch Markt- und Harmoniestraße: Es hat sich bereits viel in Rheydt getan, wenn auch nicht alles zu vollsten Zufriedenheit erfolgt ist (Hugo-Junkers-Park). Doch wie sieht es mit Angeboten für Kinder aus — vor allem im innerstädtischen Bereich? Die "Soziale Stadt" — so der Projektname für das Rheydter Innenstadtkonzept — wird nun zu einer "Bespielbaren Stadt" — fünf Spielzonen werden in der City eingerichtet. Das kostet rund 400 000 Euro, 321 000 Euro entfallen dabei auf die Spielelemente. Kinder wurden im Vorfeld bei den Planungen beteiligt und haben Hinweise zur Bestandsanalyse gegeben. Auch Menschen, die in der Kinder- und Jugendarbeit im Rheydter Raum tätig sind, waren am Verfahren dabei. Das Dortmunder Planungsbüro "Stadt-Kinder" hat mit dem Landschaftsarchitektur-Büro Schumacher, Gasse, Schramm die Details erarbeitet. So sehen sie aus:

Die Planer wollten eigentlich die Kirchentreppe in eine Spielaktion einbinden. Doch dies erwies sich dann als wenig machbar. Wegen der Nähe zur Mayerschen Buchhandlung wurden kurzfristig Spielelemente entwickelt, die alle mit Büchern zu tun haben und zum Klettern, Durchkriechen, Balancieren einladen. Stadt und Politiker hoffen auf eine finanzielle Beteiligung der Mayerschen. Gespräche mit der Buchhandlung erfolgen kurzfristig.

Balanciert werden soll auch am Neumarkt. Die Pläne sehen unterschiedlich hohe Betonblöcke vor. Die Spielelemente haben eine Dreifach-Funktion: Sie dienen als Betoneinfassung, werden durch entsprechende Holzauflagen zu Sitzbänken, außerdem können Kinder hier ihr Gleichgewichtsgefühl erproben.

Ein großes, wuchtiges Spielelement wird es an dieser Stelle nicht geben, weil der Blick auf die Marienkirchen nicht verstellt werden soll. Die Spielplatz-Bauer haben sich für drei Spielstationen aus Holz und Metall entschieden. Kinder — aber auch Jugendliche und Erwachsene — sollen zeigen können, wie geschickt sie sich auf den Elementen bewegen können.

Es entstand auf dieser Fläche ein Stangenwald, der ideal zum Balancieren und Klettern ist. Die Planer haben sich an Fruchtsäfte und Cocktails orientiert und wollen stilisierte Obstscheiben aus Holz und Becher schaffen, aus denen umgeknickte Strohhalme ragen. Auf diesen können Kinder balancieren, klettern und von Scheibe zu Scheibe hüpfen. Für Eltern und Zuschauer gibt es einen loungeartigen Sitzbereich — vergleichbar mit einem "Stadtsofa". Damit die Mädchen und Jungen sich bei Stürzen nicht verletzen, wird der Boden mit einem Gummigranulat belegt.

Auch hier sollen Kinder auf sechs wellenförmigen Randsteinen laufen und balancieren. Außerdem sind zwei "Schiffstelefone" aus Edelstahltrichtern geplant: Über sie können sich Kinder über große Entfernung unterhalten.

Hier geht es zur Infostrecke: Das sind die Pläne für die neuen Spielplätze

(RP)