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Mönchengladbach: Umgestaltung in Rheindahlen beginnt bald

Mönchengladbach : Umgestaltung in Rheindahlen beginnt bald

Die Verkehrsführung im Stadtteil wird verändert. Dann kann der Mühlentorplatz nur noch von der Mühlentorstraße angefahren werden. Und die Verbindung zur Helenastraße wird gekappt. Der Platz wird größer und ruhiger.

Endlich, möchte man sagen, endlich wird sich der Rheindahlener Ortskern sichtbar verändern. Abschließend hat sich die Bezirksvertretung West mit dem Thema Marktplatzgestaltung und Verkehrsführung und -beruhigung beschäftigt. Und die letzten Eckpunkte diskutiert und verabschiedet. 270.000 Euro stehen für die technische Bewertung und für die planerische Ausarbeitung im städtischen Haushalt. Nun kann der Plan in die weiteren Ausschüsse, um letztlich vom Stadtrat beschlossen und dann umgesetzt zu werden.

Das ist die grundsätzliche Idee: Die Fläche vor der Kirche soll vergrößert werden. Dazu sollen das mit Ziergräsern und Stauden bepflanzte Betonbecken wegfallen, und die Umfahrung des großen Parkplatzes soll zukünftig nicht mehr möglich sein. Dazu musste die Verkehrsführung neu überdacht werden. Autofahrer werden sich zukünftig an folgende Wegeführung gewöhnen müssen: Aus der Straße Am Wickrather Tor kommend, wird man nur noch nach rechts in die Plektrudisstraße fahren können. Nur noch Taxifahrer und körperlich beeinträchtigte Menschen haben die Erlaubnis, nach links in Richtung Mühlentorplatz zu fahren und auf dem dann verkehrsberuhigten Abschnitt zu parken.

 Der Mühlentorplatz bildet das Zentrum Rheindahlens. Er soll vergrößert und verkehrsberuhigt werden.
Der Mühlentorplatz bildet das Zentrum Rheindahlens. Er soll vergrößert und verkehrsberuhigt werden. Foto: Inge Schnettler
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Um zum Marktplatz gelangen zu können, geht es von der Plektrudisstraße über die Max-Reger-Straße, die Straße Renne und dann links in die Mühlentorstraße. Von dort gelangt man zu den Parkplätzen auf dem zentralen Platz. Die Durchfahrt zur Helenastraße wird nicht mehr möglich sein. Ursprünglich war an der Kreuzung Wickrather Tor und Plektrudisstraße ein Kreisverkehr vorgesehen gewesen. Dieser entfällt, er ist unnötig.

Die neue Verkehrsführung soll schon in diesem Jahr greifen. "Es kann nicht so viel Aufwand sein, die Einbahnstraßenregelung auf der Plektrudisstraße und der Renne umzudrehen", ist Bezirksvorsteher Arno Oellers sicher. Das sieht auch Stadtplaner Taco de Marie so. Er hat die Pläne nach den Ideen und Vorgaben der Bürger und der Bezirksvertreter erstellt. Durch die neue Verkehrsführung wird der Mühlentorplatz deutlich größer und vor allem ruhiger.

Auf dem Marktplatz werden acht bis zehn Parkflächen wegfallen, dafür soll Begrünung her. Die bepflanzten Betonkübel, die jetzt noch hier und da stehen, sollen wegfallen. Arno Oellers schwebt statt dessen eine grüne Hecke rund um den zentralen Platz vor. "Und an eine ausreichenden Zahl von Fahrradständern denken wir selbstverständlich auch", sagt Taco de Marie. In den verkehrsberuhigten Zonen auf der Plektrudis- und der Mühlentorstraße sollen die Fahrbahnen auf das Niveau der Gehwege erhöht werden. "So entsteht eine größere Fläche, und die Bürger müssen sich nicht mehr über zu schmale Gehwege ärgern", sagt Taco de Marie.

Endgültig vom Tisch sind damit die Planungen, die im Jahr 2000 für Aufsehen sorgten. Aus dem städtebaulichen Wettbewerb waren damals die Architekten Holger Hartmann und Stefan Schumacher als Sieger hervorgegangen. Beide Entwürfe sahen eine Bebauung des Mühlentorplatzes vor, die Autos sollten weitgehend aus dem Bereich des Mühlentorplatzes verbannt werden. Hartmanns Ideen waren noch radikaler als Schumachers Entwurf. Aber auch Stefan Schumacher wollte den parkenden Verkehr deutlich reduzieren. Die Absicht: das Blech raus, dafür mehr Grün und Wohlfühlzonen mit Bänken und Außengastronomie.

Mit einem Gerücht räumte Arno Oellers auf: Auf dem Kirchplatz soll keine Platane gefällt werden.

(isch)