Mönchengladbach: Trützschler: Experte für Textilmaschinen

Mönchengladbach: Trützschler: Experte für Textilmaschinen

Die Produkte Im Stammwerk in Mönchengladbach stellt Trützschler Maschinen zur Spinnereivorbereitung her. Diese Maschinen, so genannte Karden, verarbeiten Baumwolle. Sie reinigen und kämmen das Naturprodukt, damit es in Spinnereien zu Garn weiterverarbeitet werden kann. Dabei setzt das Familienunternehmen auf das Prinzip "alles aus einer Hand", denn die technischen Bestandteile der Maschinen stellt Trützschler fast alle selbst her: von der Elektronik über die Stahlwalzen bis zu den Gehäusen der etwa vier Meter langen Geräte. "Pro Jahr verbauen wir rund 17 Millionen elektronische Bauteile", erzählt Produktionsleiter Wolf-Rüdiger Schulze. Etwa 1000 Karden werden pro Jahr in Mönchengladbach produziert. Ihr Verkaufspreis liegt bei etwa 75 000 Euro pro Stück. Die Mitarbeiter 500 Festangestellte und 60 Leiharbeiter sind im Stammwerk beschäftigt. Außerdem bildet das Unternehmen 60 Azubis aus. Weltweit hat Trützschler 2000 Mitarbeiter. Die Kennzahlen Rund 250 Millionen Euro Umsatz generiert die Trützschler-Gruppe pro Jahr. Neben vier Werken in Deutschland betreibt das Unternehmen vier weitere Produktionsstätten im Ausland, unter anderem in China und Indien. Hinzu kommen über 20 Servicestationen weltweit, die Trützschler-Kunden vor Ort betreuen. Die Geschichte 1888 wurde die Firma in Sachsen von Paul Heinrich Trützschler gegründet. Damals stellte das Unternehmen Reißmaschinen her, mit denen Lumpen verarbeitet wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Familienbetrieb in Mönchengladbach neu aufgebaut. Schon in den 70er Jahren gründete Trützschler erste Tochterfirmen im Ausland, weil sich die Textilmärkte verlagerten. "Europa ist heute längst nicht mehr unser Kernmarkt", sagt Geschäftsführer Dirk Burger. Rund 80 Prozent des Umsatzes wird mittlerweile in Asien erzielt.

Zukunft Trützschler hat sich als Marktführer für Textilmaschinen etabliert. "Weil wir international aufgestellt sind und immer neue, hochwertige Produkte herstellen", sagt Geschäftsführer Burger. Innovation sei der Schlüssel und: "Die Entwicklung bleibt in Deutschland". Das sichere die Standorte – auch den in Mönchengladbach.

(RP)
Mehr von RP ONLINE