Mönchengladbach: Tribünen für Veilchendienstagszug künftig nur noch am Geroweiher

Mönchengladbach : Tribünen für Veilchendienstagszug künftig nur noch am Geroweiher

Partystimmung beim Veilchendienstagszug

Bernd Gothe hat viele Ideen. Oft drehen sie sich um den Veilchendienstagszug (VDZ), den er attraktiver gestalten will. Jetzt stellte der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevalsverbandes bei der Jahresversammlung der Karnevalisten eine grundlegende Neuerung zur Diskussion.

"Wir möchten ab 2014 den Zugweg verändern", erklärte Gothe. Zwar muss der Plan von den Behörden genehmigt werden, doch der MKV-Boss ist sicher, dass es keine Probleme geben wird: "Wir ziehen künftig bis zum Ende der Lüpertzender Straße und biegen nicht mehr auf die Bleichstraße ab."

Stattdessen soll der VDZ am Ende der Lüpertzender Straße auf den Parkplatz am Geroweiher abbiegen und quer über den Platz ziehen. Auf der anderen Seite soll er vor dem Holiday Inn wieder auf die alte Strecke rollen. Neben der Verlegung des Weges ist eine weitere Neuerung geplant. Auf dem neuen Teilstück auf dem Parkplatz am Geroweiher sollen links und rechts Tribünen aufgebaut werden. "Alle anderen Tribünen, die es in diesem Jahr gab, werden abgeschafft", sagt Gothe. Für die Organisation des VDZ werde es aber weiterhin Probleme geben. "Die Arcaden-Baustelle und der Wegfall von rund 40 Polizisten für die Sicherung des Zuges werden zusätzliche Kosten verursachen."

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der MKV einen Gewinn von rund 14 000 Euro. Die werden nicht für den VDZ reichen. Deshalb ist der MKV auf Spenden angewiesen. In der vergangenen Session kamen auf diesem Wege 90 000 Euro zusammen, 20 000 Euro davon alleine durch die Sammelclowns. Außerdem haben die Karnevalisten durch die Verwüstung der Wagenbauhalle weitere Kosten. Gothe: "Ein herber Rückschlag. Wenn das öfter passiert, treibt es einige Gesellschaften an den Rand ihrer Existenz." Um die Wagen zu sichern, müsse über einen privaten Sicherheitsdienst oder Überwachungskameras nachgedacht werden.

Im Vorstand gibt es eine wichtige Veränderung: Der bisherige Geschäftsführer Wolfgang Oertel stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger wählten die Vertreter von 29 Gesellschaften Horst Beines von der Großen Rheydter Prinzengarde. Er wurde schon während der Sessions als Oertels Nachfolger gehandelt. "Ich möchte alles für einen reibungslosen Ablauf der Sessionen tun", sagt Beines. Außerdem wurden Hans-Peter Jansen als zweiter Vorsitzender und Jost Fünfstück als VDZ-Beauftragter in ihren Ämtern bestätigt.

(cli)
Mehr von RP ONLINE