Tour de France 2017: So lief es an der Strecke in Mönchengladbach

Friedliches Event : So verlief die Tour de France in Mönchengladbach

Bei der zweiten Etappe kämpften sich die Fahrer bei der Sprintwertung über die regennasse Bismarckstraße. Laut Stadt gab es keine besonderen Vorkommnisse. Inzwischen ist die Strecke bis auf die Bismarckstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Das Fahrerfeld erreichte das Mönchengladbacher Stadtgebiet um Punkt 14.18 Uhr. Auf regennasser Fahrbahn rasten die Sportler dann die Bismarckstraße zur Sprintwertung kurz vor der Kaiser-Friedrich-Halle hinauf. In wenigen Sekunden war das Spektakel in der Innenstadt auch schon vorbei. Danach ging es für das Fahrerfeld nach Rheydt, Wickrath über Wanlo aus dem Stadtgebiet hinaus. Stürze hat es auf dieser Strecke zum Glück keine gegeben. Kurz vor dem Sprint hatte es in Mönchengladbach zu regnen begonnen. Am Vortag hatte es beim Einzelzeitfahren in Düsseldorf bei ähnlichen Bedingungen eine Reihe von Stürzen gegeben.

In der Innenstadt sammelten sich die Besucher vor allem im oberen Teil der Bismarckstraße. Dort befand sich auch einer von drei Hot Spots in Gladbach: an der Kaiser-Friedrich-Halle, unmittelbar vor der ersten Sprintwertung. In Verbindung mit dem Niederrheinischen Radwandertag steht dort das Programm besonders unter dem Motto Radfahren. Für Besucher gibt es bis in den frühen Abend noch Informationsstände, ein Musikprogramm, Kulinarisches und einen Fahrradparcours für Kinder. Auch der VIP-Bereich befindet sich in der Kaiser-Friedrich-Halle.

Im unteren Bereich der Innenstadt blieben in den abgegrenzten Besucherblöcken jedoch zahlreiche Plätze frei. Anders als in Düsseldorf gab es in der Innenstadt keine Brücken, über die die Besucher die Straßenseiten wechseln können. Der Zuschauerbereich entlang der Sprintstrecke rechts und links von Rathenau- und Bismarckstraße war zuvor in insgesamt 14 Blöcke eingeteilt worden. Dort sollten etwa 20.000 Besucher Platz finden. Der Zugang war nur mit einem Bändchen in der jeweiligen Farbe möglich. Laut der MGMG waren im gesamten Stadtgebiet 155.000 Besucher. Aber in keinem einzigen Block musste Besuchern der Zutritt wegen Überfüllung geschlossen werden.

In den kleineren Ortsteilen wie Wickrath und Wickrathberg waren hingegen zahlreiche Besucher erschienen. In Wickrathberg findet auf dem Hof eines Kartoffelbauern eine eigene Tour-Party statt. Auch in der Rheydter Innenstadt feierten zahlreiche Besucher die Tour am Tellmannplatz.

Vor dem Trubel hatte die Stadt jedoch rund 80 Autos an der Tourstrecke abschleppen müssen. Außerdem wurden noch am frühen Sonntagmorgen 25 Schriftzüge von Braunkohlegegnern bei Wanlo von der Straße entfernt. Aktivisten hatten diese in der Nacht mit Kreide und Lack aufgemalt, hieß es bei der Stadt.

Insgesamt sorgten 400 Polizisten und 150 Security-Mitarbeiter für die Sicherheit in Mönchengladbach. "Wir sind wirklich zufrieden, wie alles gelaufen ist", sagt Bodo Schmitz, Geschäftsführer von Schmitz Securty. Es sei im Großen und Ganzen alles sehr friedlich geblieben. "Die Besucher hatten alle viel Verständnis für die gesamte Situation", sagt Schmitz. Neben der Sicherheitsleute waren auch 400 Mitglieder des Technischen Hilfsdienstes (THW), 450 Feuerwehrleute, 34 Politessen und 90 Mitarbeiter der NEW am Sonntag im Einsatz.

Wie die Tour in den weiteren Städten der Region verlief, lesen Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Werbekarawane der Tour de France in Gladbach

(skr)
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