1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Theaterzukunft hat begonnen

Mönchengladbach : Theaterzukunft hat begonnen

Fristgemäß ist das brandschutzsicher gemachte Theatergebäude in Rheydt an die Theater-GmbH zurückgegeben worden. 8,4 Millionen kostete der Umbau. Beim Probenbetrieb gibt es allerdings noch technische Probleme.

Vor dem Portal des Theaters übergab Oberbürgermeister Norbert Bude einen symbolischen Schlüssel an Generalintendant Michael Grosse. Damit übernahm der Theaterchef die Schlüsselgewalt im sanierten Theater an der Odenkirchener Straße. "Macht was draus – auf eine gute, gelingende Spielzeit!" forderte der OB die Theaterleute auf. Die Aussage, das spielfertig übergebene Haus sei "für den Brandschutz komplett ertüchtigt", mag stimmen. Doch sind "noch ein paar Dinge zu tun", gab Bude zu. Dazu gehört zum Beispiel die technische Ausrüstung von Steuerzentralen (Licht, Ton) für den Bühnenbetrieb im Theatersaal. Und auch ein paar Verschönerungsarbeiten harren noch ihres Abschlusses.

Dazu kommt die Demontage des marode gewordenen Vordachs. Das montiert derzeit eine Fachfirma ab, um es "hübsch zu machen", so Bude, und hiernach wieder anzubringen. Das werde allerdings erst 2012 klappen. Also können die Vorstellungsbesucher in den ersten Monaten der kommenden Spielzeit nicht wie gewohnt regengeschützt unter dem Vordach plaudern, rauchen oder aufs Taxi warten. Ein vorübergehendes Manko.

Eins sei sicher, so Bude: "Figaro wird nicht im Dunkeln singen müssen", womit der Aufsichtsratsvorsitzende der Theater-GmbH auf die erste Opernpremiere im restaurierten Theater hinweist. 8,4 Millionen Euro hat die Stadt für Brandschutzsanierung und energetischen Umbau des Hauses insgesamt ausgegeben. Allein 1,8 Millionen Euro gingen für die Erneuerung der Bühnentechnik drauf. Energie spart künftig die modernisierte sechsteilige Lüftungs-, Heizungs- und Klimaanlage, wie Hans-Günter Petry, Leiter des Fachbereichs Ingenieurbüro und Baubetrieb, bestätigte. Die Stadt nennt ein jährliches Einsparvolumen von rund 171 000 Euro.

"Großen Dank" stattete Generalintendant Michael Grosse "all denen ab, die in den vergangenen zwei Jahren diese Arbeitsleistung bewerkstelligt haben." Die Proben für Mozarts Oper "Figaros Hochzeit" seien planmäßig auf der Werkstattbühne aufgenommen worden. Allerdings steht der große Theatersaal noch nicht für Probenbetrieb zur Verfügung, fehlt hier doch noch die notwendige technische Ausstattung.

Bald Proben auf der großen Bühne

Grosse, Intendant und Geschäftsführer in Personalunion, rechnet damit, dass "wir ab Mitte Juli auch auf der großen Bühne proben werden". Mit der Übergabe sei nun ein wichtiger Schritt für die Verwirklichung des Konzepts "Theater mit Zukunft" getan. Kulturdezernent Dr. Gert Fischer würdigte den "Totalumbau": "Es gab bauliche Maßnahmen, die Änderung der Rechtsform des Theaters, einen neuen Intendanten und nun auch einen neuen Musikdirektor."

(RP)