Mönchengladbach: Theater der Zukunft steht nicht zur Diskussion

Mönchengladbach: Theater der Zukunft steht nicht zur Diskussion

Gestern hat die Theaterleitung dem Aufsichtsrat die Zahlen vorgelegt: Es geht um das "Theater der Zukunft III", also um die Frage, wie die Finanzierung des Gemeinschaftstheaters Mönchengladbach-Krefeld ab 2020/2021 sichergestellt wird.

Allein wegen der Steigerung der Personalausgaben, von dem alle theaterführenden Städte betroffen sind, werden die Kosten höher ausfallen müssen als bisher. Nun bleibt ein halbes Jahr Zeit, die Vorschläge zu diskutieren und die Finanzierung im Haushalt zu manifestieren. Im Vorfeld hatten Gerüchte innerhalb der CDU für Unruhe gesorgt: Die Finanzierung des Gemeinschaftstheaters sei zukünftig nicht zu stemmen, eine Fusion mit einem Düsseldorfer Haus müsse angedacht werden.

"Blödsinn", sagt der kulturpolitische Sprecher der CDU, Dieter Breymann. "Meine Fraktion steht hinter dem Theater." Ein Zusammenschluss mit Düsseldorf sei finanziell und organisatorisch nicht realisierbar. Und er warnt: "Wenn das durchgesetzt würde, verlören wir unser Theater." Der "wachsenden Stadt" Mönchengladbach würde es nach seiner Meinung nicht gut zu Gesicht stehen, wenn jetzt über das Theater diskutiert wird. "Diese Stadt ist nicht nur Borussia, es ist auch die kulturelle Vielfalt, die den erfreulichen Aufschwung, den wir erleben, befeuert."

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Ulrich Elsen, kulturpolitischer Sprecher der SPD, gibt für sich und seine Fraktion ein ebenso klares Bekenntnis für das Gemeinschaftstheater mit Krefeld ab. "Das Theater der Zukunft III ist uns eine Verpflichtung." Auch aus Krefeld habe er nur positive Signale vernommen. Ein Vergleich: Aachen investiert jetzt schon fast 19 Millionen Euro ins Theater, in Mönchengladbach und Krefeld sind es insgesamt 16 Millionen. "Wir werden die Theater-Zukunft meistern", sagt Elsen

(RP)
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