Mönchengladbach: Textilproduzent will einen Firmenlauf ausstatten

Mönchengladbach : Textilproduzent will einen Firmenlauf ausstatten

Die türkische Firma Anka Textil mit Sitz in Rheydt verzeichnet Erfolge auf dem Markt der Firmen- und Volksläufe. Nun soll ein Mönchengladbacher Lauf gesponsert werden - alle Einnahmen würden Hephata zugutekommen.

"Ihre Laufhemden haben bei Bosch in Abstatt sehr großen Anklang gefunden und ich bestellte hiermit 887 Stück", schreibt ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH. "Vielen Dank für die Lieferung der T-Shirts für den J.P.-Morgan-Lauf, die Qualität ist wirklich gut und unsere Läufer sind überzeugt", lässt die Personalabteilung von Milupa mitteilen. Das Lob gilt jeweils der in Mönchengladbach (Odenkirchener Straße) ansässigen Firmengruppe Anka Textil, einem Konglomerat aus elf türkischen Textilunternehmen.

Für Geschäftsführer Atalay Nadirler, der die Vitusstadt als europäischen Brückenkopf für die Textilindustrie vom Bosporus sieht, ist das Lob die folgerichtige Reaktion auf Ankas verstärkte Anstrengungen im Bereich Sportbekleidung. Denn zuletzt hat man sich einen guten Ruf als Ausstatter der immer beliebter werdenden Firmenläufe gemacht. Alleine beim größten, der besagten J.P. Morgan Corporate Challenge in Frankfurt, "haben wir dieses Jahr 75 000 Shirts abgesetzt", sagt Nadirler. Viele Firmenstaffeln habe man ausgestattet, dazu alle Finisher-Shirts gestellt. Und dabei sei man nicht nur günstiger als die Konkurrenz, man arbeite auch mit einem innovativen Verfahren. "Die Technologie beherrschen nur wenige Firmen in Deutschland - wir sind die führende", so der türkische Geschäftsmann, der einst an der Hochschule Niederrhein studiert hat und vor einigen Jahren in die Stadt zurückkehrte.

Dabei handelt es sich um den im Prinzip seit den 1970er Jahren bekannten Sublimationsdruck, bei dem bei 200 Grad Celsius Farbstoffe mit Dampf und ohne Klebstoff in den Stoff eingearbeitet werden. Eingesetzt werden dabei so genannte Dry-Touch-Stoffe, zertifizierte High-Tech-Polyester aus dem Hause Korteks, ebenfalls ein türkisches Unternehmen.

Aus den persönlichen Kontakten resultieren die Nachlässe, die Anka auf das Dry-Touch-Material bekommt - und die individuell auf Wunsch gestalteten Firmen-Laufshirts dem Endabnehmer deswegen für maximal 30 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer anbieten kann. "Dry-Touch transportiert Feuchtigkeit perfekt ab, ist atmungsaktiv und luftdurchlässig", sagt Atalay Nadirler und kippt zum Beweis ein Glas Wasser auf eines der Shirts. "Es nimmt Feuchtigkeit schneller auf als Baumwolle und trocknet in der halben Zeit."

Um sich noch weiter auf dem wachsenden Markt der Firmen- und Volksläufe zu etablieren - selbstverständlich werden auch andere Funktionstextilien produziert - erstellt Anka ungefragt Musterstücke und schickt sie Firmen zu. Auch in Mönchengladbach, seiner zweiten Heimatstadt, will Nadirler sich nun engagieren. Und das ehrenamtlich, "um etwas zurückzugeben", wie er sagt.

Konkret will er einen Lauf sponsern und mit Shirts ausstatten - "und die Einnahmen daraus sollen komplett an Hephata gehen". Nun wird nur noch der passende Lauf gesucht. Kontakt: info@ankaeuropa.de, Telefon 02166 8559787.

(RP)
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