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Taverne "Ela": Traditionelle griechische Gerichte in Mönchengladbach - "Abenteuer Leben"

Gastronomie in Mönchengladbach : Essen wie bei der griechischen Mama in der Taverne „Ela!“

Nikolaos Athanasiou und seine Frau Christina servieren in ihrem Restaurant „Ela!“ traditionelle Familiengerichte. Das hat ihnen einen Auftritt in der Reihe „Abenteuer Leben“ des Senders Kabel eins eingebracht.

Fragt man Nikolaos Athanasiou nach den Zutaten in seinen Gerichten, dann kommt eine immer an erster Stelle – egal, ob es sich um eine Lammhaxe in sämiger Tomaten-Rotweinsoße handelt oder um Baby-Calamari mit frischen Kräutern und Knoblauch auf Gemüse: „Das Wichtigste ist die Liebe“, sagt der Inhaber des Restaurants „Ela!“. „Die Liebe ist das Geheimnis der Welt.“ Vor drei Jahren haben Athanasiou, den alle nur „Niko“ nennen, und seine Frau Christina ihre griechische Taverne an der Viersener Straße eröffnet.

„Wir wollten hier einen Ort schaffen, wie ihn unsere Gäste in ihrem Urlaub finden können“, sagt Athanasiou. „Wenn sie mir voller Begeisterung erzählen, wie sie in Rhodos in einer kleinen Taverne auf einem Berg gegessen haben und sie zur kochenden Oma in die Küche durften: Das sollen sie auch hier erleben. Das Traditionelle ist unsere Leidenschaft.“

Weil keine Oma der Welt ihrer Familie Speisekarten vorlegen würde, gibt es die im „Ela!“ auch nicht. Die Frage „Was gibt es heute zu essen?“, hört man hier jeden Tag. „Wir kochen nur, was wir mögen“, sagt Athanasiou. „Jeden Tag gibt es etwa sechs bis sieben Gerichte. Viele Gäste rufen mittlerweile vorher an und fragen, was es heute gibt.“ Unter seinen Stammgästen gibt es auch welche, die sich einfach überraschen lassen und sozusagen essen, was auf den Tisch kommt. Wie das in Familien halt so ist.

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Das ungewöhnliche Konzept hat Athanasiou einen Auftritt in der Reihe „Abenteuer Leben“ des Fernsehsenders Kabel eins beschert. Unter dem Titel „Madita schaut mal rüber“ ist der gut zehnminütige Clip in der Mediathek des Senders abrufbar. „Wir haben da über Gebräuche und Gerichte aus Griechenland geredet“, sagt Athanasiou. So erfährt man, dass in Griechenland der Namenstag größer gefeiert wird als der Geburtstag, dass griechischer Bergtee gegen viele Krankheiten helfen soll oder dass es ein spezielles Gerät gibt für die Herstellung einer großen Anzahl Souvlaki-Spieße.

In der Taverne „Ela!“ gibt es die beliebten Fleischspieße zwar auch, aber sie werden hier im Prinzip nur von den Gästen bestellt, die zum ersten Mal hierher kommen. Als Gastronom ist Athanasiou Seiteneinsteiger, wenn sein Vater auch einen gastronomischen Betrieb hat. „Meine gastronomische Ausbildung habe ich mit ,learning by doing‘ gemacht“, sagt Athanasiou. Nach der Schule hat er in Düsseldorf eine Ausbildung zum Automobilkaufmann gemacht. „Aber die Branche hat mir nicht gefallen“, sagt er. „Und ich habe mich gefragt, ob ich damit alt werden will.“ Wollte er nicht. Also hat er sich nach etwas anderem umgesehen.

„Die Gastronomie war die einfachste und schnellste Möglichkeit, einen Job zu finden“, sagt der Gastronom zu seiner Entscheidung. Trotzdem hat er im Prinzip den Job von der Pike auf gelernt. Bevor er seine Taverne in Mönchengladbach vor drei Jahren eröffnete, hat er 20 Jahre lang in verschiedenen Restaurants und Bars gearbeitet. „Dabei habe ich mir auch in den Küchen vieles abgeguckt und für mich das Beste herausgefiltert“, sagt er.

Bei den Rezepten achtet er darauf, dass so gekocht wird, wie in einer griechischen Familie. Auch viele Köche und Köchinnen, denen er in den vergangenen Jahren begegnet ist, haben ihm traditionelle Familienrezepte verraten. Auf diese Weise hat er gelernt, wie man eine Lammkeule so schmort, dass sich das Fleisch auf dem Teller zart vom Knochen löst. Auch wenn es sein kann, dass der Reis etwas zu weich gekocht ist: Mit seiner Küche gewinnt er vermutlich keine Sterne, aber die Herzen seiner Gäste. Es erinnert sie an zuhause, oft verbunden mit schönen Kindheitserinnerungen – unabhängig von der Nationalität.

„Ich fühle mich hier wohl“, sagt Lolita Hahlweg. Sie kommt oft hierher, manchmal nur, um einen Kaffee oder ein Glas Wein zu trinken. „Es ist hier so familiär, mit so viel Wärme“, sagt sie. Dass nichts perfekt ist, macht den Charme des Lokals aus: Die Holztische und Stühle haben Schrammen an den Beinen, an den Wänden hängen Familienregeln und der Blick auf den Herd ist frei. Wenn jemand Essen mitnehmen möchte, kann es passieren, dass er mit einem Aluminiumtopf nach Hause geht. „Einfach nochmal kurz warm machen“, gibt Athanasiou seinen Gästen dann mit auf den Weg. Die Töpfe kommen immer wieder, sagt er. So ist das eben, wenn „Mama“ kocht.

(gam)