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Mönchengladbach: Studie: Neubürger kritisieren Stadtbild und soziales Umfeld

Mönchengladbach : Studie: Neubürger kritisieren Stadtbild und soziales Umfeld

Ein "aus Mönchengladbacher Sicht ernüchterndes Resultat" nennt Prof. Dr. Rüdiger Hamm die Ergebnisse einer Wohnstandort-Untersuchung des Forschungsinstituts NIERS (Niederrhein Institut für Regional- und Strukturforschung) der Hochschule Niederrhein. Denn demnach bewerteten nach Gladbach gezogene Personen die Stadt oder den Stadtteil, in dem sie früher gewohnt hatten, deutlich positiver als ihren neuen Wohnstandort Mönchengladbach. Und die Weggezogenen beurteilten ihre neue Heimat besser als ihre Wohnsituation in der Vitusstadt. Fazit: Gladbach hat als Wohnstandort "noch reichlich Luft nach oben".

Die Wissenschaftler befragten für eine Beurteilung des Wohnstandorts zwischen Ende 2013 und Anfang 2014 insgesamt fast 3500 Personen. Das Ergebnis: Die Bürger sind vor allem mit dem Stadtbild, der Sauberkeit und dem sozialen Umfeld unzufrieden. Positiv bewerten die Befragten die Anbindung der Stadt, die zentrale Lage und die günstigen Mieten. "Es ist aber zu hinterfragen, ob niedrige Mieten und eine gute Anbindung wirklich für den Standort sprechen", kommentiert Rüdiger Hamm.

Das NIERS-Institut fragte die Arbeitnehmer in Gladbach außerdem, was sich für sie ändern müsste, um einen Umzug nach Gladbach zu erwägen. Der Zustand der Straßen- und Verkehrsinfrastruktur, ein attraktiveres Stadtbild, das soziale Umfeld und mehr Sauberkeit wurden zuvorderst Stelle genannt. Die Untersuchung liefert auch Hinweise darauf, dass die Stadt im regionalen Wettbewerb mit nahe gelegenen Wohnstandorten schlecht abschneidet. Die Studie gibt es unter www.hs-niederrhein.de/forschung/niers/discussion-paper/.

(tler)