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Mönchengladbach: Studenten überplanen Adenauerplatz

Mönchengladbach : Studenten überplanen Adenauerplatz

Der kreative Schub im Gründerzeitviertel wirkt bis nach Aachen. Studierende der Landschaftsarchitektur sammelten Ideen für den Adenauerplatz. Der Service-Club Soroptimist hat für die besten Entwürfe Förderpreise ausgeschrieben.

Ursprünglich wollte die Mönchengladbacher Gruppe des Frauen-Serviceclubs Soroptimist International ja nur eine einzige Studentin fördern. Diese sollte sich Gedanken darüber machen, wie man den Adenauerplatz mitten im Gründerzeitviertel verschönern könnte. Doch als die Präsidentin Ingeborg Oest-Bahr diese Idee Johannes Rolfes, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der Technischen Hochschule Aachen, mitteilte, schlug der eine Erweiterung vor. "Ich fand das Vorhaben gut, aber besser geeignet schien mir eine methodische Übung für eine ganze Gruppe von Studierenden", berichtet Rolfes. Zehn angehende Landschaftsarchitekten, sieben Frauen, drei Männer, meldeten sich für das Projekt.

Das akzeptierten die Soroptimisten, zu denen auch die Galeristin Christa Löhrl und Ute Rüscher gehören. Die Akteure gewannen die Unterstützung der Stadt, das heißt der Abteilungen für Strategische Stadtentwicklung von Torsten Stamm und des Bereichs Grünflächen. Keinesfalls sollten sich die Studenten mit theoretischen Entwürfen begnügen. "Im April machten wir eine dreitägige Exkursion nach Mönchengladbach. Dabei kam es zu mehreren Treffen mit ortsansässigen Akteuren, die ihre Insider-Kenntnisse und Wissen über den Adenauerplatz den Studierenden offen mitteilten", sagt Rolfes. "Das brachte viel mehr als abstrakte Entwürfe aus dem Zeichensaal." Bei ihren Besuchen konnten die Studierenden feststellen, so Rolfes, "dass der Adenauerplatz von der Öffentlichkeit wenig beachtet wird und dass seine Aufenthaltsqualität verbesserungswürdig ist".

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Mitarbeiter der Stadtbibliothek und der Albertus-Gemeinde unterstützten die Arbeit der Studenten. Ulf Schroeders, Eigentümer des Café Kontor, stellte den Akteuren die Räumlichkeiten des Cafés an der Albertusstraße zur Verfügung. Sieben Entwürfe reichten die Studenten am Ende beim Soroptimist-Club ein, der den Lehrstuhl-Inhaber aus Aachen, Prof. Frank Lohrberg, dazu Johannes Rolfes, Torsten Stamm und Mitarbeiter aus dem Grünflächenbereich neben Clubschwestern in eine Jury berief. Die wird im Rahmen einer Vernissage mit Ausstellung am Donnerstag, 5. September, 19.30 Uhr, das Ergebnis verkünden. Dann werden die Besucher in der Galerie Löhrl, Kaiserstraße 67, auch die Pläne, Entwürfe und Modelle zu sehen bekommen, in denen die Studenten ihre Vorstellungen vom neu möblierten Adenauerplatz als "neuem Stadtteilpark" vorstellen. "Die Ideen sehen teilweise geringfügige Eingriffe in die Platzgestaltung, mit neuen Standorten der dort präsentierten Skulpturen, vor", erzählt Rolfes. Doch auch die Anlage einer Tiefgarage oder die Aufstellung eines Kiosks stehen auf Vorschlagslisten. "Aber letztlich ist das Ganze eine wissenschaftliche Übung", dämpft der Projektleiter zu große Erwartungen. Doch kann sich Rolfes durchaus vorstellen, "dass die eine oder andere Idee später in eine tatsächliche Neugestaltung des Platzes integriert wird".

Der Club Soroptimist International werde, so Christa Löhrl, den mit 1000 Euro dotierten Förderpreis auf drei Preisträger aufteilen.

(RP)