ÖPNV in Mönchengladbach betroffen Heute streiken die Busfahrer, morgen die Lokführer

Mönchengladbach · Die Gewerkschaften Verdi und GDL haben ihre Mitglieder zum Arbeitskampf aufgerufen. Welche Folgen das für Fahrgäste in und Pendler aus Mönchengladbach hat.

 Digitale Anzeigen informieren die Fahrgäste, dass der Linienverkehr ausfällt.

Digitale Anzeigen informieren die Fahrgäste, dass der Linienverkehr ausfällt.

Foto: Carsten Pfarr

Wer auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen ist, wird dieser Tage einige Probleme haben. Denn nach der Streikankündigung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat auch die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) zum Arbeitskampf aufgerufen. Der Streik im Linienverkehr hat am Dienstag, 5. März, gestartet, jener im Personenverkehr der Bahn geht am Donnerstag, 7. März, los. Beide gehen über zwei Tage gehen.

Linienverkehr in Mönchengladbach fällt aus

Pendler innerhalb Mönchengladbachs müssen sich darauf einstellen, dass der Linienverkehr nach Dienstag auch am Mittwoch ganztägig und vollständig ausfällt. Darauf weist die NEW hin. Betroffen ist demnach auch der Schulbusverkehr. Zudem bleiben die Kundencenter am Europa- und Marienplatz geschlossen. Das Verkehrsunternehmen empfiehlt Fahrgästen, „sich frühzeitig um alternative Beförderungsmittel zu bemühen“. Schon vergangenen Donnerstag und Freitag sind die Busse in Mönchengladbach wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi ausgefallen.

Einschränkungen im Personenverkehr der Bahn

Die Streikwoche geht aber direkt weiter: Einschränkungen im Personenverkehr der Bahn wird es ab Donnerstag, 2 Uhr, geben. Der 35-stündige Streik endet am Freitag um 13 Uhr. In der Zeit – und wahrscheinlich auch darüber hinaus – wird es zu Einschränkungen kommen. Das betrifft diverse Züge (S-, RB- und RE-Linien), die Bahnhöfe in Mönchengladbach anfahren.

Dem Portal zuinfo.nrw zufolge ist mit folgenden Einschränkungen zu rechnen (Stand: 6. März 2024, 15 Uhr):

  • RE 4 Aachen – Mönchengladbach – NeussDüsseldorfWuppertal – Hagen – Dortmund: Nicht direkt vom Streik betroffen, da der Betreiber National Express nicht bestreikt wird. Dennoch kann es zu Einschränkungen kommen. National Express verweist auf das Portal zuginfo.nrw.
  • RE 8 Mönchengladbach – Köln – Köln/Bonn Flughafen – Troisdorf – Bonn-Beuel – Koblenz: Züge fallen aus.
  • RE 13 Hamm – Düsseldorf – Neuss – Mönchengladbach – Venlo: Nicht direkt vom Streik betroffen, da die Eurobahn nicht bestreikt wird. Dennoch kann es zu Einschränkungen kommen. Die Eurobahn verweist auf das Portal zuginfo.nrw.
  • RE 42 Mönchengladbach – Krefeld – Duisburg – Essen – Gelsenkirchen – Münster: Züge verkehren weiterhin.
  • RB 27 Mönchengladbach – Rommerskirchen – Köln – Troisdorf – Bonn-Beuel – Koblenz: Züge verkehren bis 20 Uhr im Zwei-Stunden-Takt.
  • RB 33 Aachen/Heinsberg – Lindern – Mönchengladbach – Krefeld – Duisburg – Essen: Züge verkehren zwischen Aachen und Mönchengladbach bis 20 Uhr im Zwei-Stunden-Takt.
  • RB 34 Dalheim – Wegberg – Mönchengladbach: Nicht direkt vom Streik betroffen, da der Betreiber Vias nicht bestreikt wird. Dennoch kann es zu Einschränkungen kommen. Vias verweist auf das Portal zuginfo.nrw.
  • RB 35 Gelsenkirchen – Duisburg – Mönchengladbach: Nicht direkt vom Streik betroffen, da Betreiber Vias nicht bestreikt wird. Dennoch kann es zu Einschränkungen kommen. Vias verweist auf das Portal zuginfo.nrw.
  • S 8 Hagen–Wuppertal–Düsseldorf–Neuss–Mönchengladbach: Züge verkehren im 60-Minuten-Takt.

Hintergrund der beiden Streiks sind jeweils Tarifverhandlungen, zwischen der GDL und der Bahn zum einen, und zwischen Verdi und den kommunalen Verkehrsbetrieben zum anderen.

(capf)
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