Mönchengladbach: Straßenbetrieb des Landes soll in Gladbach bleiben

Mönchengladbach: Straßenbetrieb des Landes soll in Gladbach bleiben

Die Niederlassung soll sich um Bundesstraßen kümmern.

Die Mönchengladbacher Niederlassung von Straßen.NRW wird sich auch künftig um die Bundesstraßen der Region kümmern. Das hat das Kabinett der Landesregierung jetzt entschieden. Die beiden Mönchengladbacher Landtagsabgeordneten Frank Boss und Jochen Klenner freuen sich über diese positive Nachricht für die rund 530 Beschäftigten der Niederlassung Niederrhein in Mönchengladbach, von denen rund 200 am Mönchengladbacher Hauptstandort an der Breitenbachstraße arbeiten.

"Bundesstraßen sind wichtige Verkehrsachsen in unserer Region - es ist gut, dass daher der Kontakt aber auch die Verantwortung vor Ort Bestehen bleibt", betonen Boss und Klenner. Die auf Regionen ausgerichtete Struktur von Straßen.NRW habe sich bewährt. Das Land müsse Einflussmöglichkeiten auf die Planung behalten, um auch in der Fläche für eine gute Verkehrsinfrastruktur zu sorgen.

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Ab 2021 werden die Bundesautobahnen in die Zuständigkeit einer neuen Bundesbehörde übergehen - jetzt hatten die Länder die Option, auch die Zuständigkeit für die Bundesstraßen abzugeben: "Wir haben zuletzt noch bei einem Treffen mit Verkehrsminister Hendrik Wüst und den niederrheinischen Landtagsabgeordneten für einen Verbleib der Zuständigkeit beim Land geworben", berichtet Frank Boss. "In NRW gibt es einen gewaltigen Planungs- und Investitionsstau, und den bekommen wir nur mit motivierten Mitarbeitern abgearbeitet, die Verlässlichkeit über die Zukunft ihres Unternehmens und über ihren eigenen Arbeitsplatz haben", so Jochen Klenner. Straßen.NRW behalte insgesamt landesweit rund 3.100 Mitarbeiter - 2.500 werden zum Bund wechseln. Für die Niederlassungen vor Ort habe der Verkehrsminister laut Klenner, Sprecher der CDU im zuständigen Landtagsausschuss für die Landesbetriebe, eine Standortgarantie abgegeben. "Für die Beschäftigten ist auch wichtig, dass sie die großen Bundesstraßenprojekte behalten - im Wettbewerb der Arbeitgeber um gute Fachkräfte wäre Straßen.NRW sonst sicher ins Hintertreffen geraten."

Die Niederlassung Mönchengladbach ist in den vergangenen Monaten aufgestockt worden und hat mehrere neue Ingenieurstellen bekommen. Wichtigste Projekte für Mönchengladbach sind aktuell der sechsspurige Ausbau der A52 und die Standstreifenfreigabe auf der Autobahn, die noch 2018 erfolgen soll.

(RP)