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Strafverfahren gegen Mönchengladbacher Johanniter

Staatsanwaltschaft : Johanniter: Verfahren wegen Betrugs eingeleitet

Es geht um Abrechnungsverfahren. Mehr wollte der Staatsanwalt am Freitag dazu nicht sagen. Unbekannte hatten an der Wache vor zwei Wochen Banner angebracht, auf denen stand, dass Krankenkassen betrogen worden seien.

Jetzt ermitteln auch die Strafverfolgungsbehörden in Sachen Johanniter. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Freitag gegenüber unserer Zeitung bestätigte, ist gegen einen Johanniter-Mitarbeiter ein Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet worden. Bei den Ermittlungen gehe dabei in erster Linie um Abrechnungsverfahren. Mehr wollte der Sprecher dazu noch nicht sagen.  In der Nacht zum 15. August hatten Unbekannte an der Wache der Johanniter in Mönchengladbach Banner angebracht, auf denen schwere Vorwürfe zu lesen waren. Dazu zählte auch „Betrug der Krankenkassen“. Angeblich wurden Rollstuhlfahrten, bei denen nur ein Mitarbeiter dabei sein muss, als Liegendfahrten abgerechnet, die mehr Personal erfordern. Der Landesverband der Johanniter hatte daraufhin interne Ermittlungen aufgenommen. Nach der Sicherstellung von Akten und Daten in der Wache am Dohrweg, musste der Leiter der Mönchengladbacher Hilfsorganisation sein Büro räumen. Ehemalige Mitarbeiter kündigten an, dass sie Anzeige erstatten wollten wegen verschiedener Vorwürfe. In der Staatsanwaltschaft waren bis Freitag aber keine externen Strafanzeigen eingegangen. Das erklärte auf jeden Fall der Sprecher.

(gap)