Mönchengladbach: Steinwurf auf Feuerwehrauto

Mönchengladbach: Steinwurf auf Feuerwehrauto

Die Polizei ermittelt. Die Feuerwehr will jeden Angriff anzeigen.

Tätliche Übergriffe auf Rettungskräfte sind längst keine Einzelfälle mehr. Aber dass auch Einsatzkräfte im Brandschutz ins Visier von Angriffslustigen geraten, ist eher noch die Ausnahme. Und dennoch ist es passiert. Am Samstag warf ein Unbekannter einen Stein auf ein Feuerwehrauto. Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr Giesenkirchen befanden sich gerade auf einer sogenannten Bewegungsfahrt, als im Bereich Römerbrunnen das Wurfgeschoss das Fahrzeug traf. Wäre es wenige Zentimeter weiter gelandet, hätte es einen Feuerwehrmann getroffen, der im Wagen am geöffneten Fenster saß.

Die Feuerwehrleute fuhren ein Stück weiter und alarmierten die Polizei, die auch wenig später eintraf. Die Menschengruppe, die zuvor noch in dem Bereich gestanden hatte, von wo aus geworfen wurde, war da aber schon verschwunden. Die Polizei ermittelt nun. Für Feuerwehrchef Jörg Lampe ist es wichtig, dass jeder Angriff auf Einsatzkräfte zur Strafanzeige gebracht wird und dass solche Übergriffe auch hart bestraft werden - auch wenn dieses Mal niemand verletzt wurde und das Feuerwehrfahrzeug "nur" einen Lackschaden davontrug. Das hätte aber auch ganz anders ausgehen können.

Verbale und tätliche Angriffe auf Einsatzkräfte haben bundesweit zugenommen. In Mönchengladbach seien die Fallzahlen zwar nicht eklatant hoch, wie Jörg Lampe sagt, dennoch gebe es auch im Stadtgebiet Zonen und Situationen, in denen es bekannterweise gefährlicher werden kann und in denen die Feuerwehr nur in Polizeibegleitung auftaucht. "Auf uns ist auch schon einmal ein Feuerlöscher aus einem Hochhaus geworfen worden", berichtet er.

Alkohol spiele sehr oft eine Rolle bei den Aggressionsausbrüchen, aber nicht immer, sagt der Feuerwehrchef.

(gap)