Mönchengladbach: Stadtsparkasse hat Zentrale saniert

Mönchengladbach : Stadtsparkasse hat Zentrale saniert

Die Stele von Heinz Mack wurde in Abstimmung mit dem Künstler repariert, die Schalterhalle komplett umgebaut und neu eingerichtet, Servicebereiche wurden anders sortiert. Die Investition liegt bei rund fünf Millionen Euro.

Wenn Hartmut Wnuck, Chef der Stadtsparkasse Mönchengladbach, über das Kunstwerk in der Zentrale seines Geldinstituts an der Bismarckstraße spricht, wird er poetisch: "Das ist in seiner Geradlinigkeit die ideale Verbindung zwischen der Höhe des Raumes und den Menschen." Gemeint ist die Skulptur von Heinz Mack, die in der 34 Meter hohen Kundenhalle elegant in die Höhe ragt. An den gläsernen, angestrahlten Wänden fließt Wasser herab - und bildet wieder die vom Künstler beabsichtigte Strukturierung auf der Glasfläche. In enger Abstimmung mit Mack wurde das Kunstwerk repariert, in die Waage gebracht, Technik und Glasscheiben wurden erneuert.

Doch das war nur ein Teil der großen Umbaumaßnahme, die vor einem Jahr begonnen hat: In dieser Zeit wurde das gesamte Erdgeschoss umgebaut. Der Teppich in eigenwilligen Mustern und Farben wurde durch Holz- und Steinoptik ersetzt. Die ehemaligen Schalter heißen jetzt "Dialogplätze" und sind modern in Weiß und Sparkassenrot gestaltet, dahinter in gleichem Design die Arbeitsplätze des Servicebereichs. Gegenüber wurde ein Info-Desk platziert, der nun auch während der kompletten Geschäftszeiten besetzt ist. In der Mitte der Halle stehen Design-Sitzmöbel für die Kunden, umrahmt von drei Ficus-Bäumen. Vor den Büros in der ersten Etage wurden "Open Windows" montiert - Glas-Elemente, auf denen Teile des Stadtplans mit rot markierten Sparkassen-Filialen abgebildet sind. Geldautomaten gibt es nicht nur am Haupteingang, sondern auch an dem an der Rückseite zur Franz-Gielen-Straße. Wer eine Beratung braucht, kann sich mit dem jeweiligen Mitarbeiter in einen der 19 schalldichten Beratungsräume zurückziehen.

Insgesamt ist alles heller, transparenter. "Das spiegelt auch die dahinterstehende Geschäftsphilosophie", sagt Wnuck. Moderne Technik und Arbeitsplatzgestaltung für Mitarbeiter, Transparenz und dennoch Diskretion für die Kunden. Und ein Neuzuschnitt bestimmter Bereiche: So wurde die Immobilienberatung ins Erdgeschoss verlegt, direkt neben die Immobilienfinanzierung (die nun auch Kunden aus Rheydt betreut) und den Bereich des Private Banking. Umgebaut wurden die 3600-Quadratmeter-Fläche nach einem Entwurf des Göttinger Architekten Andreas Kranz, der die Verantwortlichen überzeugt hatte, weil er die Modernisierung sensibel in die bestehende Architektur des vor gut 26 Jahren errichteten Gebäudes integrierte. Diese Handschrift soll sich auch durch andere Filialen ziehen.

Beim Empfang: (v.l.) Architekt Andreas Kranz, Aufsichtsratschef Norbert Post, Sparkassenchef Hartmut Wnuck und Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Foto: Detlef Ilgner

Zuvor waren bereits das Dach und die Klimatechnik erneuert worden, alles zusammen macht laut Wnuck eine Investition in Höhe von etwa fünf Millionen Euro aus. Weitere drei bis vier Millionen Euro sollen bis 2020 in die Modernisierung der oberen Etagen fließen.

Modern und schalldicht: In 19 Beratungsräumen können Kunden mit Mitarbeitern der Stadtsparkasse ungestört Gespräche führen. Foto: Bauch Jana

"Das ist ein klares Bekenntnis zur Kundenbetreuung", sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners gestern Abend beim Empfang zum Ende der Bauarbeiten. Die Investition sei auch gut für die Stadt: "Denn trotz Online-Banking ist die Stadtsparkasse ein Frequenzbringer." Architekt Andreas Kranz betonte, dass es ihm auf Offenheit und Helligkeit angekommen sei. Und die Langlebigkeit des Holzbodens spiegele die lange Beziehung zwischen Kunden und Stadtsparkasse.

(dr)