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Mönchengladbach: Schelsener Schützen und Nachbarn pflegen Wegekreuze

Dorfleben in Schelsen : Schützen und Nachbarn kümmern sich um Wegekreuze

Die St.-Josef-Schützenbruderschaft und einige Nachbarn haben in einer gemeinsamen Aktion die Wegekreuze, das Ehrenmal und einige Bildstöcke auf Vordermann gebracht.

Die Sozialaktion des Bundes der katholischen Jugend „72 Stunden – uns schickt der Himmel“, nahm der Präses der St.-Josef-Schützenbruderschaft Schelsen zum Anlass, seine Schützen für eine besondere Aktion zu begeistern. Schon seit längerer Zeit beklagte er die Zustände der Wegekreuze und Bildstöcke in Schelsen. Diese wurden in früheren Jahren von den Nachbarschaften und Altargemeinschaften gepflegt. Aber mit dem Wegfall der Fronleichnamsprozessionen, nahm auch die Verantwortung immer mehr ab und somit war es an der Zeit, Initiative zu ergreifen. Dieser Aufgabe stellten sich nun die Schützen. Punkt 9 Uhr war der Startschuss und 60 Schützen und einige Nachbarschaften begannen mit der Reinmach-Aktion am Ehrenmal, zwei Kreuzen und drei Bildstöcken. Im Vorfeld hatten sie sich schon Gedanken gemacht und Pläne geschmiedet, welche Arbeiten und Verschönerungen sie vornehmen wollten. Große Unterstützung fand diese Aktion auch beim Rewe-Markt Giesenkirchen, der nicht nur die notwendigen Blumen und Stauden, Blumenerde und Rindenmulch spendete, sondern zusätzlich die fleißigen Arbeiter mit belegten Brötchen und Kaffee und Kuchen versorgte. Diese Aufgabe übernahm der 1. Schriftführer der Bruderschaft, Uwe Hoeveler, der Vorstand der Rewe West eG ist. Da an einigen Stationen auch schon in den Tagen zuvor gearbeitet worden war, konnten alle Arbeiten in wenigen Stunden abgeschlossen werden. Abgerundet wurde der Tag durch eine Einladung des Pfarreirates auf das Kirchengelände, wo sich aus Anlass Weihejubiläums der Pfarrkirche St. Josef alle Beteiligten und Gemeindemitglieder noch einmal stärkten. Präses Norbert Häusler war stolz auf den Einsatz seiner Schützen und sagte: „Schelsen hat an diesem Tag gezeigt, dass Christentum – in welcher Form auch immer – Thema in Schelsen ist. Die Sache mit Jesus – sie ist nicht vorbei!“ Und der 1. Brudermeister Heinz Willi „Lu“ Müller konnte feststellen, dass die beiden Leitgedanken der Bruderschaft, „Glaube“ und „Heimat“, an diesem Tag umgesetzt und gelebt wurden. „Das Kreuz, gerade in einem Dorf, ist ein Ort des Innehaltens. Innehalten aus der Hektik des Alltags, innehalten, um sich selbst zu ordnen. Diese prägenden Orte eines Dorfes, ja eines Dorflebens, verdienen es, erhalten zu bleiben. In den großen Umbrüchen der Welt ist es mehr denn je wichtig, Orte, die Kraftquellen des Lebens sind, zu fördern, zu pflegen und mit Leben zu füllen“, sagte Müller.