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Mönchengladbach: Pressekönig im Rekordtempo

Vogelschuss : Pressekönig im Rekordtempo

So schnell wie Radiomoderator Calle Kops ist wohl noch nie jemand Pressekönig geworden: Nach nur 31 Schüssen fiel bei ihm der Vogel. Die Gäste im Innenhof des Rathauses Abtei staunten.

Eineinhalb Wochen bevor beim Stadtschützenfest auf den Vogel geschossen wird, dürfen Journalisten das symbolische Federvieh ins Visier nehmen. Der traditionelle Termin im Innenhof des Rathauses Abtei ist locker und gesellig. Während sich die auf der Schießliste registrierten Kandidaten reihum in Zielsicherheit üben, bleibt reichlich Gelegenheit für Plaudereien zwischen Vertretern der Stadt, von Unternehmen, des Brauchtums und den Medienvertretern. Und bis die Platte geputzt ist und der König oder die Königin feststeht, dauert es meist ein paar Stunden.

So war es zumindest sonst immer. Diesmal ging nämlich alles sehr schnell. Nach nur 31 Schüssen fiel der Vogel (sonst waren es rund fünfmal so viele!). Entsprechend erstaunt die Gesichter – allen voran das des neuen Pressekönigs. Der Titel passt nicht ganz. Denn eigentlich müsste es Radio-König heißen. Der treffsichere Mann heißt Calle Kops und arbeitet für den lokalen Radiosender 90,1. „Ich weiß auch nicht, wie das passiert ist“, sagte er schulterzuckend, freute sich aber doch, von seinem Vorgänger Daniel Pelzer vom NEW-Marketing die silberne Königskette übernehmen zu können und sie von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners persönlich umgehängt zu bekommen. 

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Schützenchef Horst Thoren setzte eins drauf und ernannte zwei charmante Ministerinnen, die Kops zur Seite stehen: Polizeisprecherin Cornelia Weber und Halina Ebert, Frau des RP-Karikaturisten Nik Ebert, die an dem Tag auch ihren Geburtstag feierte. „Jetzt kann ich endlich Innenminister Herbert Reul auf Augenhöhe begegnen“, scherzte Cornelia Weber. Und ihr Chef, Polizeipräsident Mathis Wiesselmann, hat die Sorge, aus welchen Mitteln er ihr nun das stolze Ministergehalt zahlen soll.

Fest im Sattel sitzen kann jetzt jedenfalls Rathaus-Chef Reiners. Er erhielt vom Bruderrat einen Barhocker mit echtem Pferdesattel. Für Nachwuchs ist im Schützenwesen auch gesorgt. Der fünfjährige Luka aus Dorthausen ist nämlich eine kleine Berühmtheit: Gemeinsam mit seinem Großvater Wolfgang Radermacher ist er auf dem Plakat zum Stadtschützenfest zu sehen – und erfreute auch die Gäste des Pressevogelschießens. Premiere hatten bei dieser Veranstaltung Veit Luxem, der Vorstandschef der Volksbank Mönchengladbach, Thorsten Celary, neuer Geschäftsführer des „Eli“ und – zumindest im Amt des Kämmerers – Michael Heck.