Mönchengladbach: Die St. Vitus-Laurentius Schützenbruderschaft feiert

Schützenbrauchtum in Mönchengladbach: Wie das Stadtschützenfest – nur in klein

Die St. Vitus-Laurentius Schützenbruderschaft Stadtmitte feiert am Wochenende ihr Schützenfest. Sie ist eine der ältesten Bruderschaften im Bezirksverband. Vor einigen Jahren stand sie vor dem Aus. Jetzt steht sie wieder gut da.

Auf dem Abteiberg hat das Mönchengladbacher Schützenbrauchtum seinen Ausgang genommen, denn dort entstand die Stadt. Da ist sich Willi Kempers sicher. Der Vize-Präsident der St. Vitus-Laurentius Schützenbruderschaft Stadtmitte ist dafür bekannt, dass er sich im Gladbacher Schützenwesen so gut auskennt, wie kaum ein Zweiter. Seine Bruderschaft, gegründet 1422, gehört zu den ältesten im Bezirksverband. Am Wochenende feiern die Schützen auf dem Abteiberg. Der Termin, eine Woche nach dem Stadtschützenfest, ist ungewöhnlich, ließ sich aber organisatorisch nicht anders legen. Wer auf das Programm blickt, der sieht sofort, dass das Schützenfest der auch als Altstadt-Schützen bekannten Bruderschaft dem Stadtschützenfest ähnelt – nur einige Nummern kleiner.

„Wir haben derzeit rund 60 Mitglieder, davon sind rund 20 aktiv dabei“, erzählt Präsident Eberhard Boeckers. Das klingt zunächst nach wenig, doch in Stadtmitte ist man stolz. Blickt man nämlich einige Jahre zurück, stand die Bruderschaft kurz vor dem Aus. Es gab nicht einmal mehr ein Dutzend Mitglieder. „Wir haben einige Dinge verändert, die Fahnen aufarbeiten lassen und auch das Königssilber. Jetzt stehen wir wieder gut dar, auch finanziell“, sagt Willi Kempers. Das liegt auch daran, dass das Schützenfest der Bruderschaft klein ist und keine großen Kosten verursacht. Deshalb ist es auch jedem Mitglied möglich, König zu werden. „Vor allem sind wir aber auch wieder präsenter in der Kirchengemeinde. Unser Präses ist Peter Blättler, der Probst des Münsters“, erzählt Eberhard Boekers stolz. Deshalb findet dort auch der Gottesdienst zum Schützenfest statt.

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Präsenz in der Gladbacher Altstadt zeigt die Bruderschaft am Wochenende auch durch den öffentlichen Vogelschuss mit Platzkonzert auf dem Edmund-Erlemann-Platz vor der Citykirche. Die Fahnenketten der Bruderschaften zierten bereits beim Stadtschützenfest die Straßen. Die Verbundenheit zu den Bürgern drückt die Bruderschaft am 29. September wieder aus. Dann werden die Schützen einer Dame helfen, Müll zu entfernen, der auf ihrem Dach, im Hof und im Garten liegt. Das taten sie bereits im vergangenen Jahr.

Der Weg der Bruderschaft führt steil nach oben. Was fehlt, sind weitere Mitglieder, um zu alter Größe zurückzukehren.

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