Mönchengladbach: Stadtschützenfest mit Verkaufssonntag

Mönchengladbach : Stadtschützenfest mit Verkaufssonntag

Die Blaulichtmeile der Hilfsorganisationen findet eine neue Heimat, die Bruderschaftler wechseln beim Stadtschützenfest vom "Kapu" auf den Sonnenhausplatz. Ein Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag.

Die Blaulichtmeile der Hilfsorganisationen findet eine neue Heimat, die Bruderschaftler wechseln beim Stadtschützenfest vom "Kapu" auf den Sonnenhausplatz. Beides Anlässe für verkaufsoffene Sonntage.

Es gibt wieder einen Verkaufssonntag beim Stadtschützenfest. Foto: Ilgner

Das Citymanagement Mönchengladbach hat nach der Gesetzesänderung der schwarz-gelben Landesregierung schnell Nägel mit Köpfen gemacht und jetzt fünf weitere verkaufsoffene Sonntage für Alt-Gladbach beantragt. Während die Verkaufssonntage anlässlich des Stadtfestes (Oktober), des Herbstfestes (November) und der Adventsmarkt (Dezember) bereits fest im Terminkalender der Händlervereinigung standen, sind zwei neu: Am 1. Juli integriert das Citymanagement die Blaulichtmeile. Und am ersten Septemberwochenende wird es beim Stadtschützenfest heißen: Von 13 bis 18 Uhr öffnen am 2. September auch die Geschäfte.

Die Schützen werden dann umziehen und den Kapuzinerplatz verlassen. Dort war in den vergangenen Jahren eine Bühne aufgebaut, vor der die Bruderschaftler den Bezirkskönig seit Jahren ermitteln. Da der "Kapu" spätestens beim Bau der Markthalle im nächsten Jahr für die Schützen nicht zur Verfügung stehen wird - der verbleibende Restplatz ist für die Schützen-Veranstaltung zu klein -, kommt dem Bezirksverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich ein Umzug zum Sonnenhausplatz sehr gelegen. "Die Verbindung Shopping und Brauchtum hat einen besonderen Reiz. Wir können auf diese Weise zusätzliches Publikum mit Brauchtum in Verbindung bringen", sagt Bezirksbundesmeister Horst Thoren. Die Bühne, vor der die Bruderschaftler ihre Parade abhalten, bleibt aber an der oberen Hindenburgstraße.

Während Thoren davon spricht, dass es "noch nicht klar sei, wie alles ablaufen wird", hat Citymanagement-Vorsitzender Stefan Wimmers bereits Pläne für das Drumherum gemacht. "Wir werden auf dem Sonnenhausplatz einen großen Biergarten und eine kleine Bühne aufbauen", sagt er. Dies muss qualitätsvoll sein und ist nicht ohne: Denn vor allem Stadtdirektor und Planungsdezernent Gregor Bonin legt großen Wert darauf, dass der Sonnenhausplatz als neue innerstädtische Mitte Veranstaltungen vorbehalten bleibt, die von ihrer Ausrichtung her dann hochwertig sein sollen. Das Ambiente muss stimmig sein.

Die Blaulichtmeile des Vereins "Sicher miteinander" (SiMi) findet in Gladbach eine neue Heimat. Im Zweijahres-Rhythmus stellten sich die Einrichtungen für Schutz, Rettung und Hilfe mit einem bunten Programm vor. Das geschah zuletzt in Rheydt, wo 2016 Angehörige von Behörden, Organisationen, Verbänden und Vereinen vertreten waren. SiMi hatte sich darauf eingerichtet, seine Stände beim Verkaufssonntag anlässlich des Blumensonntags am 9. September aufbauen zu können, bekam aber vom Rheydter Citymanagement eine Absage. Bei der Premiere des Netzwerker-Treffens "MG ist In" der Rheinischen Post Mediengruppe knüpfte Wimmers erste Kontakte zu Verantwortlichen von SiMi. "Wir haben uns schnell geeinigt. Eine interessante Veranstaltung", sagt Wimmers. Und für den Verein SiMi ist es eine wichtige Werbeaktion bei der Nachwuchssuche.

Bereits am kommenden Sonntag (29. April) gibt es zwei verkaufsoffene Sonntage (13 bis 18): in Rheindahlen beim Kappesfest und in Alt-Gladbach beim Frühlingsfest.

(biber)