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Schaffrath-Stiftung spendet für Juniorengarde der Stadt Mönchengladbach

Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach : Dank Spende sind Uniformen der Juniorengardisten gesichert

Schaffrath-Stiftung überweist 2700 Euro für den Nachwuchs der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach. Der bedankt sich bei der Stiftungsgründerin Renate Schaffrath auf närrische Weise.

Karl muss sich vor den Großen nicht verstecken. Der siebenjährige Kommandant der Juniorengarde hängt Renate Schaffrath den diesjährigen Sessionsorden um, Küsschen rechts, Küsschen links, dann fordert er routiniert zu einem dreifachen Halt Pohl für die neue Ordensträgerin auf. Große und kleine Gardisten stimmen lautstark ein, der Raum bebt. Die Ordensverleihung ist der Dank der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach für die Unterstützung durch die Schaffrath-Stiftung, die 2700 Euro zur Verfügung stellt, um die Junioren auch weiterhin mit passenden Uniformen auszustatten. „Die Mädchen und Jungen bereiten jungen und alten Menschen während der Karnevalssession viel Freude bei ihren Auftritten. Da ist es selbstverständlich, dass sich die Kinder in ihren Uniformen wohl fühlen und sie mit Stolz tragen“, sagt Stiftungsgründerin Renate Schaffrath.

Zwölf Kinder zählt die Mönchengladbacher Juniorengarde zurzeit. Mehr als 40 Auftritte legen die Mädchen und Jungen während derSession hin. Sie tanzen in Altenheimen, in den Werkstätten der Stiftung Hephata oder in der Paul-Moor-Schule. „Diese Auftritte sind immer etwas Besonderes“, sagt Klaus Brose, Großvater von Kommandant Karl und ehemaliger Karnevalsprinz. „Gerade die Paul-Moor-Schule ist unschlagbar bei der Begeisterung.“ Aber die Junioren treten auch bei Großveranstaltungen wie dem Generalappell auf. Vor 800 Zuschauern wird getanzt, was das Zeug hält. Die Uniformen werden also ziemlich strapaziert während einer Session. Und dann wachsen die Kinder ja auch noch. „Die Uniformen sind maßgeschneiderte Einzelstücke, die immer wieder angepasst werden“, sagt Norbert Bude, Vorsitzender der Prinzengarde. „Das macht sie teuer.“ Deshalb sei man so dankbar für die Unterstützung.

Die Junioren treten nicht nur auf, sie trainieren auch außerhalb der Session einmal pro Woche, seit den Sommerferien unter der Leitung von Cindy Glasmacher, die das Erbe der vor kurzem verstorbenen Annette Böhm antritt. Für die Familien der Junioren bedeuten Training und Auftritte, dass sie rund ums Jahr den Karneval leben und lieben müssen. „Bei uns läuft jeden Tag Karnevalsmusik“, sagt Yvonne Ratkovic lachend. Ihre beiden Töchter Mia (7) und Thea (5) tanzen seit einiger Zeit in der Juniorengarde mit. Mutter und Großvater bringen sie regelmäßig zum Training und zu den Auftritten, helfen beim Umkleiden, sehen zu und bringen sie wieder nach Hause. „Die Juniorengarde ist ein Mehrgenerationenclub“, sagt Betreuerin Christiane Glasmacher, die Mutter von Trainerin Cindy.