Wohltätigkeit in Mönchengladbach Töff Töff sammelt Spenden für Hospiz

Mönchengladbach · Insgesamt 3400 Euro sammelten Reinhold Biewald und sein Team vom Töff Töff in Rheydt beim Adventsbasar. Wie sie mit der Spende die Arbeit vom Hospiz St. Christophorus unterstützen.

 Uta Stürtzbecher-Gericke (l.), Reinhold Biewald und Elvira Biallas bei der Spendenübergabe.

Uta Stürtzbecher-Gericke (l.), Reinhold Biewald und Elvira Biallas bei der Spendenübergabe.

Foto: Rick, Markus (rick)/Markus Rick (rick)

Als am Abend des 28. November die Summe feststand, konnten es Reinhold Biewald und sein Team nicht so recht glauben: 3400 Euro Spenden haben sie eingesammelt. Der Außenbereich der Gaststätte Töff Töff in Rheydt hatte sich an diesem Tag in einen kleinen Adventsbasar verwandelt. Mitarbeiter und Stammgäste der Bahnhofsgaststätte hatten schöne Deko-Kleinigkeiten gebastelt, Plätzchen gebacken oder Erbsensuppe gekocht.

„Es haben so viele mitgeholfen. Wir sind wie eine große Familie“, sagt Biewald, Inhaber des Töff Töff. „Wir haben schon vier solcher Aktionen durchgeführt und auch schon ans Neuwerker Krankenhaus oder die Insel Tobi gespendet.“ Auch in diesem Jahr geht der Erlös wieder an eine Rheydter Institution: Das Hospiz St. Christophorus. „Der Kontakt zum Hospiz entstand durch einen unserer Gäste. Wir möchten, dass der Erlös in Rheydt bleibt“, sagt Biewald.

„Es war eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft. Sich so zu engagieren, ist einfach großartig“, sagt Uta Stürtzbecher-Gericke vom Hospiz St. Christophorus. Der Aufgabenbereich für das Hospiz habe sich seit der Gründung 1991 verändert, so Stürtzbecher-Gericke. „Am Anfang kamen Menschen zu uns, die eine schlechte Schmerztherapie hatten. Jetzt kommen erkrankte Menschen zu uns, die alleine sind. Der Tag ist für sie gut zu bewältigen, aber in der Nacht ist es schwierig“, sagt Stürtzbecher-Gericke. Auch für Angehörige sei es oft schwierig, rund um die Uhr mit der Situation konfrontiert zu sein. „Es ist für sie erleichternd zu wissen, dass ihr Angehöriger bei uns gut versorgt ist. Sie können jederzeit kommen. Es kommt vor, dass, wenn die Ehepartner zu Hause wieder Kraft geschöpft haben, der Patient wieder nach Hause geht“, berichtet sie.

Jedes Jahr benötigt das Hospiz, das durch den „Verein zur Förderung einer palliativen Einheit“ getragen wird, Spenden in Höhe von 350.000 Euro. Zehn Patienten können im Hospiz betreut werden. „Der Mensch soll bei uns so sein können, wie er ist. Menschen verändern sich nicht, nur weil sie sterben“, sagt Elvira Bialla vom Hospiz St. Christophorus. Jeder Patient könne sein Zimmer so gestalten, wie er sich wohlfühlt, sagt Bialla. „Im Augenblick laufen bei uns noch wichtige Sanierungsarbeiten, wir betreiben eine eigene Hauswirtschaft. Und wenn es uns möglich ist, erfüllen wir die Wünsche unserer Patienten. Dies können wir mit der Spende jetzt früher angehen“, ergänzt sie.

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