Mönchengladbach: Stadtarchivar Kleifeld ist zurück von der Schwarzmeer-Tour

Stadtarchivar aus Mönchengladbach : Nach 14.700 Kilometern endlich wieder zu Hause

Helge Kleifeld und sein Bikerfreund Michael Schüchen sind zurück von ihrer Motorradtour rund um das Schwarze Meer. 37 Tage lang waren sie 14.709,4 Kilometer unterwegs. Auch auf den letzten Etappen gab es unerwartete Probleme.

Exakt 37 Tage dauerte die Motorradtour von Stadtarchivar Helge Kleifeld. Zusammen mit seinem Freund Michael Schüchen aus Rheinland Pfalz umrundete Kleifeld das Schwarze Meer und erlebte allerlei Kuriositäten. Von Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, führte die Route der beiden Biker schließlich wieder immer gen Westen. Wie zum Start der Tour am 26. April regnete es. „Glücklicherweise hatten wir ja die Borussia-Regenjacken zum Drunterziehen. Nach gut 200 Kilometern hörte der Regen auf und wir erreichten nach insgesamt knapp 600 Kilometern die Millionenstadt Woronesch“, schrieb Kleifeld von unterwegs. Auffällig war in Russland, dass die Straßen fast schnurgerade verliefen. „Der Begriff der russischen Weiten bekommt eine ganz andere Dimension und wird real erlebbar, wenn man wie wir tagelang mit dem Motorrad mehr oder weniger schnurgerade Straßen befährt und Stunde um Stunde auf einer harten Sitzbank verbringt“, sagt der Stadtarchivar.

Die letzte Schwierigkeit, mit der das Motorrad-Duo rechnete, war die Grenze zwischen Weißrussland und Russland. Sie dachten, ihr Visum reiche aus. „Am Grenzübergang bei Krasnyy Kamen wurden wir abgewiesen und an den noch weiter südlich liegenden Grenzübergang bei Novy Yurkovich verwiesen. Dieser zweite Grenzübergang stellte sich als das Dreiländereck zwischen Russland, der Ukraine und Weißrussland heraus. Dort wurden wir tatsächlich aus Russland herausgelassen“, berichtet Helge Kleifeld. Die Reise führte weiter nach Minsk, das Kleifeld als sehr saubere Stadt beschreibt. An der EU-Außengrenze, nämlich einem Übergang zwischen Weißrussland und Polen, wurde es dann doch noch einmal unerwartet ärgerlich. Zuerst geriet man an eine Grenze, die nur für Lkw gedacht ist. „Daher mussten wir zum zweiten Grenzübergang etwas südlicher fahren. Hier erwartete uns eine lange Schlange. Mitwartende teilten uns mit, dass wir mit einer Wartezeit von neun Stunden rechnen müssten“, erzählt Kleifeld. Gegen einen Preis von 45 weißrussischen Rubeln ging es dann doch schneller.

In Polen befuhr das Duo die Autobahn und freute sich, ohne Grenzkontrolle nach Deutschland einreisen zu können. An der Raststätte Rhynern Nord, kurz vor dem Kamener Kreuz, trennten sich die Wege der Freunde. Schüchen fuhr zurück nach Rheinland Pfalz, Kleifeld zunächst nach Duisburg zu seinen Eltern. Seine Mutter hatte gekocht. Von dort ging es nach Mönchengladbach. Der erste Weg führte Kleifeld in einen Supermarkt, in dem er Würstchen kaufte.

Helge Kleifeld wurde von seinem Bikerfreund Michel Schüchen begleitet. Foto: Helge Kleifeld
Stadtarchivar Helge Kleifeld ist zurück in Mönchengladbach. 37 Tage lang hat er mit seinem Motorrad das Schwarze Meer umrundet. Foto: Helge Kleifeld

Nun zieht der Stadtarchivar Bilanz. „Die Tour dauerte 37 Tage, war genau 14.709,4 Kilometer lang und hatte eine reine Fahrtzeit von 176 Stunden und 7 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 83 Stundenkilometer. Die Tour führte durch elf Länder. Grenzquerungen gab es 13 und Haltepunkte außerhalb Mönchengladbachs 28. Übernachtet wurde in 28 Hotels. Die Tankstopps waren gefühlt dreistellig“, resümiert Kleifeld die Tour.