Mönchengladbach: Stadtarchivar Helge Kleifeld war als Dozent in Usbekistan

Nationale Mirso-Ulugbek-Universität : Stadtarchivar Helge Kleifeld als Dozent in Usbekistan

Auf Einladung der Nationalen Mirso-Ulugbek-Universität Usbekistan in Taschkent hielt Helge Kleifeld drei Tage lang ein Blockseminar über die Geographie Deutschlands, deutsche Geschichte und das politische System der Bundesrepublik am Lehrstuhl für Germanistik.

Osteuropa ist für den Mönchengladbacher Stadtarchivar Helge Kleifeld ein vertrautes Pflaster. Dorthin führten ihn schon einige Reisen. Nun unternahm er jedoch eine ganz besondere. Der Weg führte ihn nach Usbekistan. Oder besser gesagt: an die Nationale Mirso-Ulugbek-Universität Usbekistan in der Hauptstadt Taschkent. Dorthin war er für drei Tage als Dozent eingeladen. „Die Idee entstand bei einer Reise 2017. Ein Mädchen sprach mich auf perfektem Deutsch an. Das hat mich beeindruckt. Weil meine Reiseleiterin an der Uni arbeitete, fragte ich sie, ob es helfen würde, wenn ich dort einmal als Gast unterrichte“, erzählt Helge Kleifeld. Nun war es soweit. „Ich habe ein Blockseminar über die Geographie Deutschlands, deutsche Geschichte und das politische System der Bundesrepublik am Lehrstuhl für Germanistik von Imyaminova Schuchratchon an der Fakultät für ausländische Philologie unterrichtet“, berichtet Kleifeld. Seine Lehrberechtigung gelte auch für deutsche Unis. Das Seminar habe den Master-Studierenden gefallen und auch, dass sie einmal von einem Gast aus dem Ausland Informationen aus erster Hand erfuhren. Zusammen mit der Leitung der Fakultät und der Universität habe man beschlossen, diese Zusammenarbeit zu verstetigen und zu erweitern. „Benannt ist die Universität übrigens nach Mirzo Ulugbek“, erklärt der Stadtarchivar. Ulugbek war im 15. Jahrhundert Astronom, Mathematiker und Sultan. Helge Kleifeld lässt sich manchmal ausgefallene Überraschungen einfallen. So auch für die Studenten in Usbekistan. „Ich habe ihnen Weihnachtsplätzchen mitgebracht. Daraufhin haben einige Studentinnen mir am nächsten Tag usbekisches Gebäck geschenkt. Eine Studentin möchte die Plätzchen nachbacken“, erzählt er. Das Rezept seiner Mutter habe er ihr verraten. „Die Plätzchen bekam ich von Maftuna, Munawwar, Wlada, Schachlo, Nazokat, Durdona, Asisa, Madina und Sarwar. Dort nennen sich alle beim Vornamen. Ich wurde Oleg genannt, weil es die russische Version von Helge ist und für Usbeken gewöhnlicher und besser auszusprechen“, erzählt Helge Kleifeld. Da Kleifeld während seiner Reise Geburtstag hatte, wurde dieser zusammen mit dem Vize-Rektor für Internationale Beziehungen, Rasul N. Rakhmonov, und der Dekanin Iroda Juraeva Achmedowna gefeiert. Dabei entstand auch die Idee, dass Kleifeld regelmäßig Unterricht an der Universität gibt. „Ich werde künftig einmal im Jahr dorthin fliegen“, kündigt Stadtarchivar Helge Kleifeld an.

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