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Mönchengladbach: Sparkasse spendet 50.000 Euro

Spende der Stadtsparkasse : Mit dem „Corona-Topf“ gemeinsam durch die Pandemie

50.000 Euro spendet die Stadtsparkasse Mönchengladbach an lokale Vereine und Organisationen, die durch die Pandemie Einbußen erlitten haben.

Auch die Stadtsparkasse hat die Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Und zwar in Form von unzähligen Förderkrediten für betroffene Unternehmen und Tilgungsaussetzungen bei bestehenden Finanzierungen. Genau in dieser Zeit entstand die Idee, auch gemeinnützigen Vereinen und Organisationen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Die Spendenkampagne „Corona-Topf“ richtete sich an alle, die Einbußen durch die Corona-Krise erlitten haben. Insgesamt 50.000 Euro Fördermittel stellte die Stadtsparkasse im „Corona-Topf“ zur Verfügung.

Schon nach kurzer Zeit lagen 37 Förderanträge vor, die allesamt die Förderbedingungen erfüllten. „Mit den Fördergeldern unterstützen wir ganz unterschiedliche Gesellschaftsbereiche, die alle eines gemeinsam haben: Einbußen durch Corona“, sagt Hartmut Wnuck, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse. „Die Fördergelder fließen zum Beispiel an Sportvereine, in den besonders stark betroffenen Kulturbereich, aber auch in die Bereiche Bildung, Brauchtum und Soziales.“ Die Auszahlung der Spendengelder hat bereits begonnen.

Hans-Paul Brandt, Filialleiter der Sparkassenfiliale Morr (v.l.) mit Horst Krall und Detlef Hardcastle vom Hundesportverein Rheydt. Foto: Stadtsparkasse Mönchengladbach

Als einer der ersten Vereinsvertreter nahm Michael Heinemann, Vorstandsmitglied des Vereins Zornröschen, die Spende entgegen. „Während der Schließung von Kindertagestätten und Schulen waren natürlich auch unsere Beratungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Persönliche Termine in unserer Beratungsstelle wurden zeitweise wegen der gesetzlichen Bestimmungen unmöglich“, berichtet Heinemann. Gleichzeitig sind dem Verein, der seine Hilfsangebote vollständig aus Spenden finanziert und zu etwa einem Drittel aus Fachleistungsstunden, die gegenüber der Stadt abrechnet werden, die Einnahmen drastisch weggebrochen. Unter anderem ist festzustellen, dass Zuwendungen aus familiären Anlässen ausbleiben, weil entsprechende Veranstaltungen nicht stattgefunden haben. Die Spende von 5000 Euro soll das Minus in der Kasse reduzieren.

Michael Heinemann, Vorstand vom Verein Zornröschen (links) und Alexander Blum von der Stadtsparkasse. Foto: Sparkasse Mönchengladbach Foto: Stadtsparkasse Mönchengladbach

Auch bei kleineren Spendenbeträgen aus dem Corona-Topf war die Freude groß. Dies stellte zum Beispiel der SC Viktoria 04 Rheydt unter Beweis. Dessen Vorsitzender Günter Holz berichtet von erheblichen Einnahmeausfällen im Vereinshaus, das bereits seit über einem halben Jahr nicht bewirtschaftet werden kann. „Deshalb fehlen nicht nur die Einnahmen, wir mussten auch Vorräte in erheblichem Umfang entsorgen,“ schildert Holz.

Wie vielfältig die Probleme durch die Corona-Pandemie sind, wird beim Hundesportverein HSV Rheydt  deutlich. Hier half die Sparkassenspende über 1000 Euro, um das Loch in der Kasse zumindest teilweise zu stopfen. Es war entstanden, nachdem zahlreiche Kursangebote und Veranstaltungen sowie die Verbandsmeisterschaft abgesagt werden mussten.

In der Hermann-Gmeiner-Schule nahm nicht nur die stellvertretende Schulleiterin Angelika Weitz, sondern auch die Schülerinnen und Schüler den Spendenscheck aus den Händen von Jutta Meisenberg, stellvertretende Leiterin der Sparkassenfiliale Morr, entgegen. „Die Hermann-Gmeiner-Schule konnte das geplante Schulfest nicht durchführen und auch der Martinszug ist bereits abgesagt“, schildert Weitz. Vom eingenommenen Geld des Schulfestes sollten alte Klettergerüste durch neue ersetzt werden. Deshalb wird die Schule einen Spendenlauf durchführen und das erlaufene Geld mit einem Betrag der Zuwendung durch die Stadtsparkasse ergänzen.

Obwohl sich der Corona-Topf zwar vollständig geleert hat, stellt die Stadtsparkasse weitere Hilfen ist Aussicht. Die Pandemie sei noch längst nicht überstanden und viele Spätfolgen gerade im wirtschaftlichen Bereich wrden erst noch zu Tage treten. „Wir werden weiterhin überall dort helfen, wo wir dies können“, verspricht Wnuck. Informationen gibt es unter www.sparkasse-mg.de. RP