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Mönchengladbach: Schützen in Broich-Peel haben Jubiläum

Brauchtum in Mönchengladbach : Zum Jubiläum eine Messe unter der Regenbogenfahne

Eigentlich sollte am Wochenende das 100-jährige Bestehen nachgefeiert werden. Doch auch diesmal musste die St.-Rochus-Bruderschaft Broich-Peel ihr Schützenfest wegen der Pandemie absagen.

Eigentlich sollte am Wochenende das 100-jährige Bestehen nachgefeiert werden. Doch auch diesmal musste die St.-Rochus-Bruderschaft Broich-Peel ihr Schützenfest wegen der Pandemie absagen. Dennoch setzten die Schützen um Brudermeister Norbert Ohlenforst Zeichen. Auf dem Kirchplatz las Pfarrer Harald Josephs eine Schützenmesse unter der Regenbogenfahne.

Junge Frauen aus der Bruderschaft hatten das Thema ausgewählt, um die Offenheit von Kirche und Schützengemeinschaft für alle Lebensformen zu unterstreichen. Auf der Regenbogenfahne am Kirchenportal, die junge Christen aus der Katholischen Jungen Gemeinde Rheindahlen aufgehängt haben, war zu lesen „Bei uns sind alle willkommen.“ Die Gottesdienstbesucher, unter ihnen auch die Bruderschaftler mit ihren Schützenmajestäten, unterstützten mit Beifall die Initiative.

Besonderen Dank erfuhren am Ende der Schützenmesse die Bruderschaftsjubilare. Bezirksbundesmeister Horst Thoren hob in seiner Ansprache das bruderschaftliche Lebenswerk von Josef Zons hervor, der seit 75 Jahren der Schützengemeinschaft angehört. Der rüstige 95-Jährige erhielt die Fürst-Salm-Reifferscheidt-Plakette für seinen beispielhaften Einsatz. Zons, der dem Vorstand angehörte, König und Hauptmann war und auch beim Neubeginn des Stadtschützenfestes 1981 geholfen hatte, nahm die Auszeichnung gerührt entgegen: „Die Bruderschaft ist mein Leben. RP

(RP)