Mönchengladbach: Schützen Hehn fördern Nachwuchs

St. Michaels-Bruderschaft: Tom wandelt auf den Spuren seiner Vorfahren

Der vierjährige Tom Lönnendonker ist Mitglied im Schützenzug Heckeneng der St. Michaels-Bruderschaft Hehn. In seiner kleinen Uniform sorgte er für einen Hingucker beim Schützenfest seiner Bruderschaft.

In Hehn gehört das Schützenwesen fest zum Leben im Stadtteil. Die. St. Michaels-Bruderschaft sorgt mit ihren Prunkfeierlichkeiten stets für einen Höhepunkt im Jahr. Besonders sehenswert ist stets die Parade am Schützenfestsonntag. Bei der war nun auch Tom dabei. In kleiner, grüner Uniform, mit Pickelhaube und Blumenhorn ging er beim Schützenzug Heckeneng vorne weg. Das sorgte bei den Zuschauern am Straßenrand natürlich für viele Schmunzler und einen richtig netten Moment. Der Vierjährige stammt aus einer Familie, in der das Sommerbrauchtum eine lange Tradition hat. „Mein Opa Willi Lönnendonker war schon als Schütze in Korschenbroich aktiv“, erzählt Tim Lönnendonker, der Vater des kleinen Schützenbruders. Die Grundlage für eine Familientradition war gelegt. Auch Klaus Lönnendonker, der Opa von Tom, wurde Schütze in Korschenbroich. Tim Lönnendonker verschlug es irgendwann nach Hehn. Er ist der erste Lönnendonker, der nicht in Korschenbroich aktiv ist. In der St. Michaels-Bruderschaft gehört er als Beisitzer dem Vorstand an. In diesem Jahr war er Brudermeister des Königs. „Tom hat von Anfang an das Schützenbrauchtum mitbekommen und war schon immer fasziniert. In diesem Jahr wollte er unbedingt mitmachen“, erzählt Tim Lönnendonker. Das sei eine kleine Überraschung gewesen. „Normalerweise ist Tom bei größeren Menschenmengen eher schüchtern. Das hat man aber gar nicht gemerkt“, sagt sein Vater. Die kleine Uniform wurde in Willich ausgeliehen. „Zuhause läuft Tom die ganze Zeit mit dem Holzgewehr herum und möchte am liebsten den ganzen Tag Marschmusik hören“, erzählt Tim Lönnendonker. Er ist seit 22 Jahren aktiver Schütze. Im kommenden Jahr wird er 40 Jahre alt. „Vielleicht trete ich dann beim Vogelschuss an“, scherzt er. König werden möchte er nämlich irgendwann auf jeden Fall. Besonders gefällt ihm, dass Tom nun der gleichen Schützengruppe angehört wie er selbst. „In diesem Jahr bin ich als Brudermeister ja nicht mit meiner Gruppe gegangen. Das können wir dann nächstes Jahr zusammen machen“, freut sich Lönnendonker bereits. Er ist stolz auf seinen Sohn und der auf sich. „Die Fotos vom Schützenfest hat er mit in den Kindergarten genommen und sie dort gezeigt“, sagt sein Vater.

(cli)
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