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Mönchengladbach: Schüler der Theo-Hespers-Gesamtschule packen Glückspäckchen für Senioren

Theo-Hespers-Gesamtschule in Mönchengladbach : Schüler packen Glückspäckchen für Senioren gegen die Einsamkeit

90 Päckchen schnürten die Kinder mit Süßigkeiten und Wünschen für die Bewohner im Altenheim. Im Städtischen Altenheims in Windberg kommt die Aktion gut an.

Im Frühjahr schrieben die Schüler der Theo-Hespers-Gesamtschule Glücksbriefe an die Bewohner des Städtischen Altenheims in Windberg. Die Schüler haben die Senioren nicht vergessen. Das wollten sie ihnen zur Weihnachtszeit noch einmal zeigen und bastelten Päckchen mit Süßigkeiten und Wünschen.

Noch ist es ruhig vor dem Städtischen Altenheim in Windberg. Doch dann kommen die Schüler der Theo-Hespers-Gesamtschule um die Ecke und schon füllt sich der Platz mit Leben. Die Schüler sind aufgeregt, sie freuen sich, ihre Päckchen an die Bewohner der Einrichtung übergeben zu können. Sie haben Plakate gemalt, auf denen haben die Klassen unterschrieben. Die Klasse 5c hat noch „Bleibt gesund“ auf ihr Plakat geschrieben.

„Die Kinder haben sich nach der Aktion im Frühjahr sehr gewünscht, noch einmal etwas für die Menschen zu machen. Das war ihnen sehr wichtig“, sagt Sylvia Vogelsang, Klassenlehrerin der 7c. Da kam die Idee, Päckchen für die Bewohner zu packen. Die Schüler haben die 90 Päckchen selbst gestaltet und befüllt. Die Süßigkeiten wurden vom Förderverein der Schule gespendet. Einige Schüler kauften aber auch selbst etwas Süßes.

„Ich habe einen Weihnachtsmann gebaut und einen 3-D-Schlitten. Ich wünsche den Menschen, dass sie sehr schöne Weihnachten haben und das sie gesund bleiben“, sagt Cornelius Haase. „Ich finde die Idee gut. Die Menschen sollen sehen, dass sie nicht alleine sind“, sagt Julie Willems und fügt an: „Ich wünsche ihnen, dass sie stark bleiben und nicht aufgeben.“ Mona Poguntke hat eine Karte gebastelt und ein Bild gemalt: „Ich möchte, dass alle gesund bleiben und wünsche Frohe Weihnachten.“ Das zeigt, wie sehr sie inzwischen mit den Menschen im Heim verbunden sind.

Für die Bewohner des Heims ist diese Aktion ebenfalls wichtig. Sie macht deutlich, dass sie trotz allem nicht alleine sind. „Die Briefe vom Frühjahr sind bei den Bewohnern sehr gut angekommen. Einige haben sogar die ein oder andere Träne verdrückt. Sie hängen bei uns noch im Foyer“, sagt Isabell Servos vom Sozialen Dienst. „Die Situation ist für unsere Bewohner nicht einfach. Sie werden sich sehr über die Päckchen freuen. Wir werden sie am 10. Dezember bei einer kleinen Weihnachtsfeier verteilen.“

Beide Seiten hoffen, dass sie sich im Frühjahr vielleicht einmal persönlich begegnen können. „Die Schüler haben ein großes Interesse zu wissen, wie es den Bewohnern geht. Sie haben selbst Großeltern, die sie im Moment nicht sehen. Vielleicht kann man gemeinsame Spaziergänge machen oder Gymnastik, die die Schüler vormachen und gemeinsam mit den Bewohnern durchführen“, sagt Martin Weber, Klassenleitung 7c. Bis dahin sind die Briefe und die Päckchen ein Lichtblick und Hoffnungsträger.