Erasmus-Projekt Schüler diskutieren in der Welt über Werte

Mönchengladbach · Die Erasmus-Gruppe der Gesamtschule macht gerade spannende Erfahrungen. Die Schüler besuchten eine Moschee, chinesische und hinduistische Tempel sowie eine christliche Grotte. Sie standen auf einem Vulkan und flohen vor einem Zyklon.

 Sie besuchten auch einen chinesischen Tempel.

Sie besuchten auch einen chinesischen Tempel.

Foto: Gesamtschule Volksgarten

Auch wenn es wegen der Pandemie Pausen gab – die Erasmus-Gruppe der Gesamtschule Volksgarten lernt die Welt kennen. Nach Estland und der Türkei standen jetzt zwei weitere Reisen auf dem Programm des Schulprojekts „Eva – equality, variety, acceptance“, bei dem die Schüler insgesamt sechs Länder bereisen und kennenlernen.

In Portugal und auf La Réunion, einem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean, trafen sich erneut die teilnehmenden Delegationen der Länder Estland, Türkei, Portugal, Bulgarien, Deutschland und Frankreich. In einer unerwarteten Kälte in Portugal diskutierten die Gruppen zu Themen wie Mauern und Grenzen, Migration in Portugal und in der Türkei. Für ihr Gastland hatten die Schüler ein Theaterstück vorbereitet, das die Diskriminierung von Jugendlichen thematisiert.

In allen Arbeitsgruppen diskutierten und arbeiteten die Schüler zu der Frage, wie unterschiedlich die Länder mit Integration und Diskriminierung umgehen und wie ein Konsens über soziale Werte in allen beteiligten Schulen helfen kann, Gleichbehandlung und Akzeptanz zu gewährleisten.

Im Gegensatz zur Kälte in Portugal herrschte auf der Insel La Réunion nach dem Zyklon Batsirai eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Dort wurde schließlich eine Präambel für alle Teilnehmer formuliert, in der die sozialen Werte beschrieben werden, die für alle Schulen gelten sollen.

Außer der Arbeit an gemeinsamen Werten durften die Delegationen auch kulturelle und geschichtlich bedeutsame Orte in beiden Ländern kennenlernen. Die Erasmus-Gruppe besuchte auf La Réunion eine Moschee, einen chinesischen Tempel, eine christliche Grotte und einen hinduistischen Tempel. Ein Busausflug brachte die Gruppe auch zu dem Vulkan Piton de la Fournaise, der zu den aktivsten der Welt gehört.

Ein weiterer Höhepunkt war eine Anhörung vor einem Richtergremium im Gerichtssaal von St. Pierre. Dort trugen alle Schüler ihre vorbereiteten Plädoyers zum Thema „Verschlechterung der Situation von Frauen in Europa durch die Pandemie“ vor.

Vor der Rückreise von La Réunion wurde erneut ein Zyklon gemeldet, einige Delegationen mussten früher abreisen, die deutsche Gruppe landete nach langem Nachtflug wieder in der Heimat. Nun steht noch eine letzte Reise nach Bulgarien an, in der die Arbeit mit einer kreativen Umsetzung der Präambel abgeschlossen wird.RP

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort