Maarfest in Mönchengladbach Schmiedekunst, Mundart und Wein

Mönchengladbach · Die Bürgerinitiative Geneicken (BIG) organisiert regelmäßig auf dem Maarplatz Feste und Märkte. Dabei lässt sich auch entdecken, welche Talente in der Nachbarschaft wohnen.

Schmied Elmar Fervers (l.) zeigte seine Kunst, hier mit Jens Pusch, dem Sprecher der Bürgerinitiative Geneicken .

Schmied Elmar Fervers (l.) zeigte seine Kunst, hier mit Jens Pusch, dem Sprecher der Bürgerinitiative Geneicken .

Foto: Rick, Markus (rick)/Markus Rick (rick)

Der Maarplatz ist ein lauschiges Plätzchen mit seinem über 100 Jahre alten Baumbestand, gesäumt von teils denkmalgeschützten Häusern. Das hat Atmosphäre und trägt mit dazu bei, dass die Geneickener ihren Ortsteil gerne „Dorf in der Stadt“ nennen. Elmar Fervers wohnt seit Kurzem hier und bereicherte das Fest mit seinen Schmiedekünsten. Sein Markenzeichen sind die Zöpfe am Kinn. Während die Schmiedekohle glühte, betätigte Fervers die alte Tretkurbelesse, die einen Ventilator unterhalb der Feuerstelle aktivierte. Die Besucher konnten den Schmied beim Schaffensprozess zuschauen, aber auch fertige Produkte wie Kerzenständer erwerben.

Dass die Menschen hier sich mit ihrem Ortsteil identifizieren, spiegelt die Planung des Maarfestes wider: Chris Geiter und Isabell Herbst  hatten im Vorfeld Weinkenner zu einem Probetrinken eingeladen, um in ihrer Weinstube das anbieten zu können, was den Menschen mundet. Ulrike Wenzel-Daugsch hat ein beachtliches Bühnenprogramm zusammengestellt. Die Rolle des „Eisbrechers“ übernahm Udo Hodenius. Er trat mit Gitarre und seinen Mundartliedern auf, Zugezogene dürften nicht alles verstanden haben.

 Beim Fest auf dem Maarplatz war einiges los. Im Schatten der großen Bäume feierten Nachbarn und viele Besucher.

Beim Fest auf dem Maarplatz war einiges los. Im Schatten der großen Bäume feierten Nachbarn und viele Besucher.

Foto: Rick, Markus (rick)/Markus Rick (rick)

Zugezogen ist auch Jens Pusch, der Sprecher der Bürgerinitiative Geneicken (BIG) ist, die das Fest veranstaltet. Bezirksvorsteher Ulrich Elsen gehörte zu den ersten Besuchern und betonte: „Die Zusammenarbeit zwischen Bürgerinitiative und Politik funktioniert.“

Später, als sich der Platz füllte, sorgte unter anderem die Groove-Bigband für Stimmung. BIG-Mitglieder hatten ein beeindruckendes Kuchenbuffet aufgebaut. Besucher konnten erfahren, dass dort, wo jetzt gefeiert wurde, einst der Dorfteich war, und dass einst mit der Hexe Herx Kindern gedroht wurde. Doch das ist längst vorbei. Statt Drohungen gab es gestern Kinderbelustigungen unter Regie der benachbarten Kita – kleine Spiele, aber auch Schminken. Und dazu entlockte Wilhelm Junker mit Gleichgesinnten Alphörnern beeindruckende Töne.

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