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Mönchengladbach: Polizisten radeln 750 Kilometer für den guten Zweck

Benefiztour der Mönchengladbacher Polizei : 750 Kilometer radeln für den guten Zweck

In Gedenken an ihren verstorbenen Kollegen und Freund Pascal fuhren vier Mönchengladbacher Polizisten nonstop vom Selfkant bis nach Görlitz. Dabei sammelten sie Spenden für die Kinderkrebshilfe Düsseldorf und für die Flutopfer.

Sie haben es geschafft: Vier Mönchengladbacher Polizisten radelten nonstop 750 Kilometer vom Selfkant bis nach Görlitz und das in nur 48 Stunden. Getan haben sie das für einen guten Zweck und in Gedenken an ihren verstorbenen Kollegen und Freund Pascal (48).

„Alleine hätte ich mein Fahrrad nach den ersten paar 100 Kilometern in die Ecke geworfen und wäre mit dem Zug nach Hause gefahren“, sagt Carsten Zechlin. Aber er habe es doch geschafft, über seine Grenzen hinauszugehen. Carsten Zechlin (50) ist einer der vier Polizisten aus Mönchengladbach, die diese Tour in ihrer Freizeit gefahren sind. Zudem stellten sich Eric Block (60), Bernd Winkelkamp (37) und Guido Roßkamp (47) der Herausforderung. Die Männer haben die Benefiztour 2019, damals zu fünft mit Mario Eckartz, ins Leben gerufen, um ihrem Freund und Kollegen Pascal zu gedenken. Der hatte im Alter von 48 Jahren den  Kampf gegen seine Krankheit verloren. Zusammen mit Pascal hatten die Polizisten vorher schon viele Kilometer auf dem Rad für den guten Zweck zurückgelegt.

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Dieses Jahr traten sie wieder für die Elterninitiative Kinderkrebsklinik in die Pedale, „um den Jüngsten unserer Gesellschaft ein Lächeln zu schenken, die es sehr schwer haben“. Und aus gegebenem Anlass auch für die Fluthilfe der Polizei-Stiftung.

„Das härteste war die zweite Nacht“, erinnert sich Eric Block. „Ein Motivator war da tatsächlich neben den Gedanken an Pascal das plötzliche Aufleuchten von Bernds Uhr mitten in der Nacht. Wenn jeder mit sich selber gekämpft hat, alle Geschichten schon erzählt waren und Bernd in die Dunkelheit rief: ,Da hat gerade jemand 20 Euro gespendet’.“ Auch Carsten Zechlin erinnert sich an diese Momente: „Da hast du gemerkt: Es sitzen Leute zu Hause und verfolgen die Tour, manche auch über den Live-Tracker“, sagt er. „Das Wissen darum und dass jemand gerade etwas von seinem Geld hergegeben hat, weil er oder sie an dich glaubt – das hat dir noch mal klar gemacht, dass du ein Versprechen einzulösen hast und dich über den nächsten Kilometer gebracht. Vor allem, als wir gut 5000 Höhenmeter in den Beinen hatten und dann noch immer 300 Kilometer vor uns.“

Wichtige Unterstützer waren auch die drei Freundinnen und Kolleginnen, die mit dem Begleitfahrzeug dabei waren. Sie fuhren der Gruppe voraus, machten Plätze ausfindig und warteten dort mit Speisen und Getränken. Nach insgesamt 48 Stunden erlebten die Polizisten am Ziel dann noch eine Überraschung: Ein Kollege, der vor vielen Jahren ebenfalls für die Bundespolizei gearbeitet hatte, erwartete die Radfahrer morgens um 7 Uhr mit einem gedeckten Tisch. Nach genau 765,11 Kilometern, 5456 Höhenmetern und 48 Stunden im Sattel.

(RP)