Neues Album von Mönchengladbacher Künstlerin Zwölf Lieder gegen den Krisen-Blues

Mönchengladbach · Den Kopf hängen zu lassen, kommt für Monika Hintsches auch in der Krise nicht infrage. Sie hat sich mit befreundeten Musikern zusammengetan und ein neues Album produziert. Worauf sich Hörer freuen können.

Trübsal blasen ist nicht: Im Lockdown hat Monika Hintsches ihre Musik-Freunde zusammengetrommelt und mit ihnen eine neue CD produziert.

Trübsal blasen ist nicht: Im Lockdown hat Monika Hintsches ihre Musik-Freunde zusammengetrommelt und mit ihnen eine neue CD produziert.

Foto: Jana Bauch

Was soll man machen, wenn im Lockdown Auftritte nicht möglich sind? In der Ecke sitzen und Trübsal blasen? Das kommt für Monika Hintsches nicht infrage. Im Oktober 2020 hat sie sich mit anderen Musikern und Musikerinnen aus Mönchengladbach zusammengetan und gearbeitet. Herausgekommen ist ein neues Album mit dem Titel „Ins Blaue“. Zwölf Songs, überwiegend aus der Feder von Hintsches. Die Arrangements haben die Musiker über die Distanz erarbeitet. Die kreative Arbeit lebte vom Improvisationstalent, der Fantasie und Spielfreude. Weil vorab nicht alles zusammen ausprobiert werden konnte, gab es bei der Arbeit im Studio für die Profis so manche Überraschung. Begleitet von Wilfried Venedey vom Studio 190 entwickelten sich die Songs hier noch mal neu. Was Monika Hintsches (Gesang, Gitarre), Gerd Strasdas (Gitarre, Arrangements), Janek Wilholt (Keyboards, Arrangements), Carsten Grüter (Schlagzeug), Djamel Laroussi (Bass), Heribert Götzen (Percussion), David Koebele (Cello), David Heiss (Posaune, Arrangements), Joachim Bröckers (Trompete) und Johannes Seidemann (Saxofon) vorab im Homeoffice einspielen konnten, wurde im Studio zusammengebaut. Dazu kamen die Parts, die nicht vorbereitet werden konnten, und die Chöre. Und wie das so ist, wenn Musiker zusammensitzen, wird hier noch gefeilt und da noch verbessert, neu arrangiert oder ins Blaue improvisiert. Das Ergebnis ist ein Album mit teils melancholischen Songs, die Balsam für die geschundene Pandemie-Seele sind. Aber es schwingt auch der für Hintsches typische Humor mit. Wer Gefahr läuft, den Kopf hängen zu lassen, kann gar nicht anders als ihn bei den Klängen automatisch wieder hochzuheben, nach vorne zu schauen und hier und da mitzusingen.

Das NRW-Künstler-Stipendium ermöglichte es Hintsches, das Album zu produzieren. Der Corinna e.V. unterstützte das Projekt und sorgte durch das Programm „50K-Förderung“ dafür, dass die Musikerinnen und Musiker finanziell nicht nur „ins Blaue“ arbeiten mussten. Das Album kann auf allen Online-Portalen wie Spotify, Youtube und Deezer abgerufen werden. Als klassische CD ist es für 15 Euro unter www.mhintsches.de oder in der Buchhandlung Degenhardt, Friedrichstraße 14, zu bekommen.

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